10. Juni 2021 Lesung/Gespräch 2021 Wahljahr in Nicaragua

Ein Gespräch mit drei Vertreter*innen der AMS (Articulación de los Movimientos sociales) über die Perspektiven der Opposition

Information

Veranstaltungsort

Online-Veranstaltung

Zeit

10.06.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung, Mexiko / Mittelamerika / Kuba, Partizipation / Bürgerrechte, Parteien / Wahlanalysen

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2021 Wahljahr in Nicaragua

Eine gemeinsame Zoomveranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung, des Städtepartnerschaftsvereins Kreuzberg-San Rafael del Sur und des Informationsbüro Nicaragua mit Simultanübersetzung spanisch-deutsch.

Es ist drei Jahre her, dass in Nicaragua ein breites Bündnis von Menschen auf die Straße ging, um gegen die zunehmende Machtmonopolisierung, Umweltzerstörung und einschneidenden Wirtschaftsmaßnahmen der Regierung von Daniel Ortega zu protestieren. Die Bilanz: über dreihundert Tote, Hunderte Inhaftierte, knapp 100.000 Menschen flohen ins Exil, demonstrierende Student_innen verloren den Studien-, widerständige Angestellte und medizinisches Personal den Arbeitsplatz. Medien und Infrastruktur von kritischen Organisationen wurden enteignet und ihre Repräsentant*innen mit Gerichtsverfahren überzogen. Eine Reihe von neuen Gesetzen kappt die Finanzierung von Organisationen im Widerstand und kriminalisiert unerwünschte Veröffentlichungen im Internet.

Im November 2021 wird in Nicaragua gewählt –bislang ohne Voraussetzung für faire, transparente und demokratische Wahlen. Auch die Opposition ist gespalten und es stellt sich die Frage, was geschehen muss, damit diese Wahlen die Möglichkeit einer Veränderung des politischen Szenariums bieten können. Ein wichtiger Akteur linker Forderungen ist das Bündnis der Articulación de Movimientos Sociales (Zusammenschluss sozialer Bewegungen), kurz AMS. Ziel unserer Veranstaltung ist es, dieses Bündnis vorzustellen: ihre Rolle in der Opposition, ihr Programm und ihre Perspektive auf die Wahlen im November.

Es diskutieren:

  • Juan Diego Barberena, Delegierter der Plattform UNAB in der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer Wahlrechtsreform
  • Mónica López, Umweltanwältin, Direktorin der verbotenen Nichtregierungsorganisation Popol Na, die Teil der AMS ist
  • Jimmy Gomez, Repräsentant der AMS in Europa

Es moderieren: Barbara Lucas (Infobüro Nicaragua) und Angela Isphording (RLS).

Anmeldung bitte an anmeldung@infobuero-nicaragua.org

Kontakt

Angela Isphording

Referentin für Zentralamerika, Mexiko und Feminismus, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 460