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9. April 2025: Diskussion/Vortrag : 80 Jahre Gestapo-Morde in Riedlingen

Die Rolle der Gestapo und eine Täter-Spur nach Tübingen

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Linkes Zentrum Trude Lutz
Nauklerstr. 50
72074 Tübingen

Zeit
09.04.2025, 19:30 - 21:30 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, 8. Mai 1945
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Gespräch mit dem Riedlinger Historiker Ulrich Widmann
Moderation: Hermann G. Abmayr (Hrsg. des Buches «Stuttgarter NS-Täter»)

Zum 80. Jahrestag der Befreiung

21. April 1945, einige Tage vor Kriegsende: Nach monatelanger Haft und Folter im Gestapo-Gefängnis Welzheim, 40 Kilometer östlich von Stuttgart, wird der Stuttgarter Hermann Schlotterbeck (26) in einem Wald in Riedlingen an der Donau erschossen – zusammen mit Gottlieb Aberle (55) aus Dettenhausen bei Tübingen und dem Elsässer Andreas Stadler (20). Alle drei waren Nazi-Gegner.

Verantwortlich für die Morde in Riedlingen waren u. a. der Gestapo-Mann Albert Rentschler, sein Chef Friedrich Mußgay und dessen Chef Johannes Thümmler. Thümmler war kurz zuvor Kommandeur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS in Württemberg geworden; Mußgay war der Chef der württembergischen Gestapo.

Eine weitere Täter-Spur führt zu einem Lehrer in Tübingen, einem «guten Nachbarn» der Familie Jens, über den Tilman Jens einen bis heute nahezu unbekannten Text verfasst hat. Aus dem Text werden einige Passagen vorgetragen.

Breits um 17 Uhr findet am 9. April eine kurze Gedenkveranstaltung am Grab von Gottlieb Aberle auf dem Friedhof in Dettenhausen statt. Gemeinsame Abfahrt ab Tübingen mit Bus 828 ab Hauptbahnhof um 16:32 Uhr.

Veranstaltung in Kooperation mit der VVN-BdA Tübingen-Mössingen und dem Offenen Treffen gegen Faschismus und Rassismus (OTFR) Tübingen

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: +49 711 99797090

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