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14. September 2026: Diskussion/Vortrag : Was machen, wenn die extreme Rechte regiert?

Sachsen-Anhalt zwischen Wahlerfolg der AfD und demokratischem Widerstand

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Lichtmess Kino
Gaußstraße 25
22765 Hamburg

Zeit
14.09.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Parteien- / Bewegungsgeschichte, Rassismus / Neonazismus, Parteien / Wahlanalysen, Stadt / Kommune / Region
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Was machen, wenn die extreme Rechte regiert?
Abschlusskundgebung der Thüringer AfD auf dem Erfurter Domplatz, 31. August 2024. Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Am 6. September wurde in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD ging mit 43,8 Prozent als deutlich stärkste Kraft aus der Wahl hervor und verfehlte nur knapp die absolute Mehrheit der Sitze. Zu erwarten ist, dass sie mit Unterstützung des BSW die Landesregierung führen und den Ministerpräsidenten stellen wird. Sachsen-Anhalt steht damit vor einer historischen Zäsur: Erstmals seit 1945 könnte in einem Bundesland eine als rechtsextremistisch eingestufte Partei die Regierung anführen.

Mit einer AfD-geführten Landesregierung sind weitreichende Konsequenzen für die demokratische Zivilgesellschaft absehbar. Die AfD will staatliche Förderung künftig davon abhängig machen, dass Vereine und Initiativen eine „patriotische Grundhaltung“ bekunden. Damit werden insbesondere Projekte gegen Rassismus und Rechtsextremismus, migrantische Selbstorganisationen, feministische und queere Initiativen sowie Beratungsstellen für Geflüchtete und Betroffene rechter Gewalt unter starken politischen und finanziellen Druck geraten.

Vor allem für Geflüchtete und Migrant:innen in Sachsen-Anhalt wird sich die Situation erheblich verschärfen. Die von der AfD angekündigte „Abschiebeoffensive“ und eine eigene „Taskforce für Abschiebungen“ würden insbesondere Menschen mit unsicherem oder auslaufendem Aufenthaltsstatus unter erheblichen Druck setzen. Beratungs- und Unterstützungsstrukturen  werden sich auf den Abbau von Schutz- und Teilhabemöglichkeiten einstellen müssen.

Auf unserer Veranstaltung wollen wir gemeinsam mit dem Rechtsextremismus-Experten David Begrich von Miteinander e.V in Magdeburg, über die aktuelle Lage in Sachsen-Anhalt sprechen. Welche Handlungsspielräume haben demokratische und antifaschistische Akteur:innen in Sachsen-Anhalt? Wie kann antifaschistische Solidarität und demokratischer Widerstand konkret aussehen? Welche politische Strategie gegen die AFD braucht es für die Zukunft? Was tun, wenn die extreme Rechte regiert?


David Begrich studierte Theologie und Sozialwissenschaften und arbeitet seit 1998 als Referent für politische Bildung in der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e. V. in Magdeburg. Er gehört zu den profiliertesten Beobachtern der extremen Rechten und ihrer gesellschaftlichen Verankerung in Ostdeutschland.

Aktuelles ´taz-Interview zum Wahlergebnis „Die Zivilgesellschaft braucht Unterstützung von außen“ und ein ausgsführliches Hintergrundgespräch zur AFD in Sachsen-Anhalt mit David Begrich.

Siehe auch: Sachsen-Anhalt: Politiklabor der AfD

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Hamburger Tage der Demokratie 2026 statt.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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