9. März 2017 Film »¡Berta Vive!«

Film und Diskussion über Widerstand und Repression in Honduras, anlässlich des Todestages von Berta Cáceres

Information

Veranstaltungsort

Allerweltshaus
Körnerstr. 77-79
50823 Köln

Zeit

09.03.2017, 19:30 - 21:30 Uhr

Zugeordnete Dateien

Ein Jahr nach dem Mord an Berta Cáceres (03.03.2016), zeigen wir den Film „La Voz del Gualcarque“, um an das Leben und Wirken von Berta Cáceres zu erinnern. Der Dokumentarfilm begleitet ein Jahr lang die Gemeinden, die sich gegen den Bau des Staudamms auf ihrem Territorium in Rio Blanco wehren, und mit vielfältigen Protesten versuchen, sich Recht zu verschaffen. Dieser Konflikt ist einerseits Beispielhaft für die zahllosen Energie,- Bergbau-, und Tourismus Projekte, die seit dem Putsch von 2009 unter dem Motto „Honduras is Open for Sale“ mit starker Beteiligung internationaler Investoren ins Leben gerufen wurden. Andererseits ist die Kriminalisierung des Protestes und die ausufernde Gewalt beispielhaft für die Lage all jener, die sich in dem zentralamerikanischen Land für Demokratie, die Verteidigung der Gemeingüter und eine andere Gesellschaft einsetzen. Berta Cáceres ist die promininenteste unter den zahlreichen Opfer der systematischen Repression und der anhaltenden Straflosigkeit. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit mit den Filmemacher*innen über die Lage in Honduras, den kolonialen Charakter „grüner“ Energieprojekte, sowie Handlungsmöglichkeiten hierzulande zu diskutieren. Information über Lage in Honduras, Erinnern an eine außergewöhnliche Frau, Schauen eines sehr sehenswerten aber schwer öffentlich zugänglichen Dokumtarfilms (lief auf Berlinale). Kritische Reflexion über deutsche „Entwicklungshilfe“, sowie über „Grüne Energie“ und sozial-ököloische Transformation (müssen wir nur Energieträger austauschen oder tieferliegende Strukturen ändern?)

Standort