5. April 2017 Diskussion/Vortrag Hoffnungsträger und Mythos

Eine Klassenanalyse der Mittelklasse in Afrika

Information

Veranstaltungsort

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin

Zeit

05.04.2017, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Afrika, Nordafrika, Südliches Afrika, Westafrika, Ostafrika

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Hoffnungsträger und Mythos

In letzter Zeit ist in Teilen der entwicklungspolitischen Diskussion die Mittelklasse in Afrika zum Hoffnungsträger avanciert. Diese Feststellung steht auch am Anfang einer Studie, in der Hennig Melber zu erkunden sucht, wie viel »Klasse« in der afrikanischen Mittelklasse eigentlich steckt. Dabei geht es ihm weniger um Einkommenshöhen und Vermögenswerte, sondern vielmehr um eine klassenanalytische Einordnung des Phänomens Mittelklasse in Afrika.

Aber kann die Mittelklasse überhaupt die Hoffnung erfüllen, die sowohl neoliberale Institutionen als auch zivilgesellschaftliche Akteure auf sie projizieren? Welche Merkmale zeichnen die afrikanische Mittelklasse als »Klasse« aus? Wie zutreffend ist eine solche Kategorie, wenn davon ausgegangen wird, dass alle, die zwischen 2 und 13 US-Dollar pro Tag ausgeben (können), zur Mittelklasse gehören? Ist die Anfälligkeit einer solchen Mittelklasse für den erneuten Absturz in die Armut nicht allzu offenkundig?

Welchen Erkenntnisgewinn erbringt also ein klassenanalytisches Herangehen an das Phänomen Mittelklasse in Afrika?

Henning Melber – ist emeritierter Direktor und Senior Advisor der schwedischen Dag Hammarskjöld Stiftung und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Entwicklung und Frieden; er hält zurzeit eine außerordentliche Professur am Institut für politische Wissenschaften der Universität von Pretoria/Südafrika.

Standort

Kontakt

Andreas Bohne

Referent für Südliches Afrika, Referent und Projektmanager für Politische Vernetzung und überregionale Themenarbeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: 0049 (0)30-44310-461