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18. April 2026: Diskussion/Vortrag : Indigener Widerstand in Cauca/Kolumbien

Kaffeeproduktion und solidarischer Handel als Alternative zur illegalen Kokainwirtschaft

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

unten im medico-Haus
Lindleystraße 15
60314 Frankfurt

Zeit
18.04.2026, 16:00 - 18:00 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Andenregion, Partizipation / Bürgerrechte
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Indigener Widerstand in Cauca/Kolumbien
Demonstration der indigenen Bewegung des Cauca Foto: Ani Diesselmann

Die indigenen Gemeinden im Südwesten Kolumbiens – organisiert im Indigenen Regionalrat des Cauca (CRIC) – kämpfen seit Jahrzehnten gemeinsam für ihr Land, ihre Selbstbestimmung und ihre kollektiven Rechte. Sie sind zu einer zentralen Stimme für den Frieden geworden. Gleichzeitig sind die Bewohner*innen vieler Gemeinden von eskalierender Gewalt, bewaffneten Gruppen und der Drogenwirtschaft bedroht. Immer mehr Kleinbäuer*innen setzen auf zivilen Widerstand und begegnen der Gewalt mit genossenschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die das Gemeinwesen stärken.

Wie ist das Leben im Cauca mit dem internationalen Drogenhandel und der deutschen Drogenpolitik verknüpft? Wie hängt unser Kaffeekonsum mit der Produktion von Kokain in Kolumbien zusammen? Was sind solidarische und transnationale Antworten auf illegale Ökonomien und ihre Gewalt?

Die Veranstaltung in Frankfurt findet im Rahmen einer Rundreise vom 13. bis zum 18. April 2026 statt, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und Red Colombia Rhein-Main organisiert wird.

Die Referent*innen sind:
• Nini Jhoanna Daza ist in der Amtsperiode 2025-27 Mitglied der neunköpfigen Consejería Mayor des Indigenen Regionalrats des Cauca (CRIC). Als einzige Frau in diesem obersten Gremium des CRIC ist sie zuständig für die Themen Frauen- und Jugendorganisierung, den Selbstschutzprozess Guardia Indígena, die eigene Rechtsprechung sowie die "Pläne des Lebens", die gemeinsam erarbeiteten Zukunftspläne der Gemeinden. Sie kommt aus dem indigenen Selbstverwaltungsgebiet La Concepción, in dem sie sechs Jahre lang als Gouverneurin und Rätin tätig war. Ihre Familie baut Kaffee an.
• Manuel Bustos ist Agraringenieur und Koordinator der Abteilung Eigene Wirtschaft in der Indigene Zentralkooperative des Cauca (CENCOIC). Darüber hinaus ist er Mitarbeiter von Ermes Pete, indigener Parlamentsabgeordneter und Teil der Koalition „Pacto Historico“ des aktuellen Präsidenten Gustavo Petro.
• Belén Cevallos kommt aus Ecuador und arbeitet im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Quito. Sie hat Kommunikations- und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Gender studiert.
• Martin Mäusezahl arbeitet im Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, das solidarischen Kaffeehandel mit der zapatistischen Bewegung aus Mexiko und der indigenen Bewegung des Cauca/Kolumbien betreibt.

An allen Veranstaltungsorten findet eine Simultanverdolmetschung (Spanisch - Deutsch) statt.
Weitere Informationen zum CRIC und den indigenen Gemeinden des Cauca: www.cauca-indigena.de

Alle Veranstaltungen:

Standort

Kontakt

Eva Grotenhuis

Projektmanagerin Lateinamerika und Westasien, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 437

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