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26. Mai 2026: Diskussion/Vortrag : Vom Kolonialismus zum »Schwarzen Frankreich«

Buchvorstellung mit Armin Osmanovic (RLS Dakar)

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Stadtlabor
Am Wilhelmsplatz 3
37073 Göttingen

Zeit
26.05.2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Westeuropa, Nordafrika, Westafrika
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Die Zeit des französischen Kolonialismus prägt Frankreich und Westafrika bis heute: In Westafrika hat sie wirtschaftlich abhängige Klein- und Kleinststaaten mit autoritären Führern hervorgebracht. In diesen postkolonialen Verhältnissen scheint eine umfassende Freiheit – verstanden als individuelle Selbstbestimmung und Überwindung von Knappheit – auch viele Jahre später unmöglich.

Vielen Westafrikaner:innen bleibt als Weg zur Freiheit nur die Migration. In Frankreich ist seither eine große Schwarze Minderheit entstanden. Bei den Wahlen im Jahr 2024 scheiterte der rechtsextreme Rassemblement National (RN) überraschend eindeutig – dazu beigetragen haben auch migrantische Bevölkerungsgruppen, die mehrheitlich Parteien der Mitte und der Linken gewählt haben. Rechtspopulisten, Rechtsextreme und Faschisten wollen indes die Zeit zurückdrehen und ein weißes Europa schaffen, in dem Schwarze Menschen nur geduldet sind. Im Kontext der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systemkrise und der Weigerung der alten politischen Klasse, neue Wege zu gehen, kommen sie einer möglichen Machtübernahme immer näher.

Das »Schwarze Frankreich« wird in Bündnissen der liberalen Mitte und der Linken darüber mitentscheiden, ob die Lust auf Freiheit über die Furcht vor ihr siegt.

Armin Osmanovic stellt sein im Wallstein Verlag veröffentlichtes Buch Vom Kolonialismus zum »Schwarzen Frankreich« vor. Moderation: Haddijatou Jow (Niedersächsischer Integrationsrat).

Dr. phil. Armin Osmanovic, studierte Geographie und Politikwissenschaft in Tübingen und Stellenbosch (Südafrika). Er war u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Afrika-Studien in Hamburg, lehrte an den Universitäten Leipzig, Hamburg, Münster und Potsdam Geographie und Entwicklungspolitik mit Schwerpunkt Afrika und ist seit 2009 Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) mit Stationen in Johannesburg (Südafrika), Tunis (Tunesien) und Dakar (Senegal).

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Göttingen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und Göttingen Postkolonial. Eintitt frei.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Telefon: +49 511 2790934

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