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4. Juni 2026: Diskussion/Vortrag : Progressiver Journalismus als Akt des Widerstands in autoritären Zeiten

Unabhängiger Presse zu Israel und Palästina

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Festivalzentrum Post Kaltenkircher Platz
Kaltenkirchenerstrasse 1-3
22769 Hamburg

Zeit
04.06.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Krieg / Frieden, Partizipation / Bürgerrechte, Palästina / Jordanien, Israel
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Progressiver Journalismus als Akt des Widerstands in autoritären Zeiten
Mahnwache für die von Israel getöteten Journalist*innen in Khan Yunis, 11.8.2025 Foto: Doaa Albaz, ActiveStills

Die Pressefreiheit in Israel wurde in den vergangenen Jahren drastisch eingeschränkt: Journalist*innen werden in ihrer Arbeit behindert, kritische Stimmen an den Rand gedrängt und unabhängige Medien unter Druck gesetzt. Gleichzeitig geben viele israelische Mainstream-Medien weitgehend die Narrative der Regierung wieder, anstatt sie kritisch zu hinterfragen – was angesichts der verheerenden israelischen Militäroperationen seit dem 7. Oktober 2023 und ihrer Folgen umso problematischer ist. Dennoch setzen sich unabhängige Redaktionen im Land zur Wehr – mit mutigem Journalismus als Beitrag zur Stärkung progressiver Stimmen im In- und Ausland.

«972 – Advancement of Citizen Journalism» (ACJ) ist eine der führenden unabhängigen Medienplattformen in Israel und Palästina. Über ihre Nachrichtenseiten „+972 Magazine“ (englisch) und „Local Call“ (hebräisch) berichten israelische und palästinensische Journalist*innen gemeinsam für ein Millionenpublikum. Sie trotzen wachsendem Autoritarismus und Zensur und stehen für einen fairen und präzise arbeitenden Journalismus.

Wir diskutieren, welchen großen Herausforderungen und Gefahren Medienschaffende in Israel heute mehr denn je ausgesetzt sind und welche potenziellen Auswirkungen diese Einschränkungen auf die kritische Berichterstattung in Deutschland über die Situation in Israel und Palästina hat.

Unsere Gäste:

  • Ben Reiff ist stellvertretender Chefredakteur beim +972 Magazine, wo er seit 2021 tätig ist. Er hat unter anderem für The Guardian, The Nation, New Statesman und Haaretz geschrieben. Er ist Gründungsmitglied des Redaktionskollektivs bei Vashti Media, einem linksgerichteten jüdischen Magazin in Großbritannien. Nach mehreren Jahren als Aktivist und Journalist in Israel-Palästina lebt er heute in London.
  • Alaa Salama verantwortet die Öffentlichkeitsarbeit beim +972 Magazine. Alaa ist Autor und Journalist und wurde in Syrien als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie geboren. Er hat einen Master-Abschluss in Israelstudien von der Birzeit-Universität. Seine Forschung befasst sich mit der Geschichte des christlichen Zionismus und dessen Einfluss auf Politik, Kultur und Literatur.
  • Dr. Dana Mills ist Resource Development Managerin beim 972-Advancement of Citicen Journalism. Dana ist seit fünf Jahren in der israelisch-palästinensischen Zivilgesellschaft tätig, nachdem sie zuvor 15 Jahre als Wissenschaftlerin gearbeitet hatte. Sie promovierte 2014 in Oxford und ist Autorin von fünf Büchern, darunter eine Biografie über Rosa Luxemburg.

Moderation: Gil Shohat, Leiter des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.


Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, der Rosa Luxemburg Stiftung - Israel Office, des Kurzfilm Festival Hamburg mit „+972 Advancement of Citizen Journalism (ACJ)"

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Die Veranstaltung findet auf dem Gelände des Kurzfilm Festival Hamburg stat. Eingang: Ecke Augustenburger Straße/Kaltenkirchener Straße Google Maps - Festivalzentrum Post

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit S2 oder S5 bis Holstenstraße + 10 Min. Fußweg Bus 3, 180, 602 Haltestelle Kaltenkircher Platz + 2 Min Fußweg Mit S1, S2, S3, S2 bis Bahnhof Altona + 20 Min Fußweg


Zum weiterlesen:

 

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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