Beschreibung
Mit «Vampirkapitalismus» wird heute öfter eine Form des Wirtschaftens bezeichnet, die nicht mehr primär in produktiver Investition oder realwirtschaftlicher Wertschöpfung wurzelt, sondern durch parasitäre Aneignung von Ressourcen, Macht und Legitimität gekennzeichnet ist.
Spätestens seit der «Zeitenwende» begegnet uns daneben auch der Begriff des «Rüstungskeynesianismus» (in Anlehnung an den Ökonomen John Maynard Keynes). Dieser beschreibt eine wirtschaftspolitische Strategie, bei der staatliche Ausgaben für Rüstung und Militär gezielt dafür eingesetzt werden, um Wachstum zu erzeugen und die schwache bis rückläufige Konjunktur anzukurbeln, Kapitalakkumulation zu begünstigen und staatliche Machtstrukturen zu festigen.
Beide Formen der Wirtschaftspolitik konvergieren in einem neuen Freund-Feind-Denken.
Wie verändern sich Staat, Demokratie und Ökonomie in einer zunehmend krisenhaft sich zuspitzenden Weltlage? Welche Risiken und selbstzerstörerischen Gefahren drohen? Gibt es emanzipatorische Alternativen und sinnvolle öffentliche Investitionen?
Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Andreas Fisahn nachdenken und diskutieren.
Prof. Dr. Andreas Fisahn lehrt seit 2004 Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht und Rechtstheorie an der Universität Bielefeld.
- Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine gemeinsame Veranstaltung vom Linken Forum Paderborn und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
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