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10. März 2026: Lesung/Gespräch : Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen

Lesung aus „Digitaler Kolonialismus“ mit dem Autor Sven Hilbig

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Stadtbibliothek
Breiter Weg 109
39104 Magdeburg

Zeit
10.03.2026, 19:30 - 21:30 Uhr
Themenbereiche
Kapitalismusanalyse
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Reihe Zukunft der Demokratie
Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen
Lesung aus „Digitaler Kolonialismus“ mit dem Autor  Sven Hilbig
Moderation: Dennis Jannack, RLS

Veranstaltung der RLS Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Stadtbibliothek Magdeburg

Digitale Technologien mit ihren Versprechen von Effizienz und Prozessoptimierung gelten vielen als Heilsbringer. Aber wer zahlt den Preis dafür? In seinem Buch zeigt Sven Hilbig auf wie sich koloniale Machtverhältnisse in der Digitalisierung fortschreiben.  In Ländern wie Kenia oder den Philippinen schauen sich Heere von ausgebeuteten Arbeitern und Arbeiterinnen täglich traumatisierende Inhalte an, damit wir unbeschwert Sozialen Medien und Künstliche Intelligenz nutzen können. In Ägypten und Vietnam leiden Aktivist*innen unter technisch hochgerüsteten Diktatoren. Die Großmächte USA, China und auch Europa spielen dieses Spiel nicht nur mit, sondern verschärfen aktiv die Ausbeutung und Kontrolle im Globalen Süden.

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Innovativ, mächtig, rücksichtlos – kaum eine Geschichte wird so oft erzählt wie die vom unaufhaltsamen Aufstieg der Tech-Konzerne an die Spitze der global vernetzten Welt. Nur ein Kapitel wird dabei ausgelassen: Der Preis, den der Globale Süden dafür bezahlt. Der Tech-Journalist Ingo Dachwitz und der Globalisierungsexperte Sven Hilbig beleuchten diesen blinden Fleck und zeigen die weltweiten Folgen des digitalen Kolonialismus sowie bestehende Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf. Soviel steht fest: AI will not fix it.

Das Versprechen der Digitalen Revolution ist die Heilserzählung unsererZeit. Dieses Buch erzählt eine andere Geschichte: Die des digitalen Kolonialismus. Statt physisches Land einzunehmen, erobern die heutigen Kolonialherren den digitalen Raum. Statt nach Gold und Diamanten lassen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Rohstoffen graben, die wir für unsere Smartphones benötigen. Statt Sklaven beschäftigen sie Heere von Klickarbeiter:innen, die zu Niedriglöhnen in digitalen Sweatshops arbeiten, um soziale Netzwerke zu säubern oder vermeintlich Künstliche Intelligenz am Laufen zu halten. Der Kolonialismus von heute mag sich sauber und smart geben, doch eines ist gleichgeblieben: Er beutet Mensch und Natur aus und kümmert sich nicht um gesellschaftliche Folgen vor Ort. Im Wettkampf der neuen Kolonialmächte ist Digitalpolitik längst zum Instrument geopolitischer Konflikte geworden – der Globale Süden gerät zwischen die Fronten.

Das Buch wurde als Wissensbuch des Jahres 2025 ausgezeichnet und war für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert

Quelle: https://www.chbeck.de/dachwitz-hilbig-digitaler-kolonialismus/product/37000393

 

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt

Telefon: +49 391 25191475

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