Beschreibung
Während Ungleichheit, Inflation und die überwältigende Macht der Konzerne die Demokratie bedrohen, sucht Isabella M. Weber nach Instrumenten einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik, um Demokratie und Menschenwürde zu sichern.
In der Nacht von Präsident Trumps zweitem Wahlsieg twitterte sie: «Können wir jetzt endlich ein ernsthaftes Gespräch über eine antifaschistische Wirtschaftspolitik führen?»
Ihre Frage reicht jedoch weit über eine einzelne Wahl hinaus. In einer neoliberalen Welt sagen wir den Menschen gleichzeitig: Demokratie ist die höchste Form politischer Organisation. Und: Wenn es um die Wirtschaft geht, um die materielle Grundlage unseres Lebens, ist das Beste, was die Volksvertreter tun können, ihre Wählerschaft dem Profitstreben der Konzerne unterzuordnen. Dieser grundlegende Widerspruch zwischen der Herrschaft des Volkes und der Herrschaft des Marktes mache, so argumentiert Weber, die neoliberale Demokratie anfällig für die Bedrohung durch den Faschismus. Ökonom:innen haben allzu oft als Prophet:innenen der Unterordnung unter den Markt fungiert und damit letztlich den rutschigen Abhang zum Faschismus betreten.
Wir schauen uns gemeinsam und live ab 19:30 Uhr den Booklaunch zu Webers neuem Buch Antifaschistische Wirtschaftspolitik (Suhrkamp, Oktober 2026) an. Dieser findet in Berlin statt, zu Gast werden Ines Schwerdtner (Bundesvorsitzende Partei Die Linke), Tim Klüssendorf (Generalsekretär der SPD) und Andreas Audretsch (stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) sein. Er wird live übertragen.
Isabella M. Weber, geboren 1987 in Nürnberg, ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Massachusetts Amherst. Einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland wurde sie durch ihren ins Gespräch gebrachten Vorschlag eines Gaspreisdeckels bekannt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Wissenschaftspreis der Keynes-Gesellschaft und 2024 mit dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik.
Eintritt frei.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen, der IG Metall Hannover sowie des Forums für Politik und Kultur, der Keynes-Gesellschaft/ Regionalgruppe Nord und des ver.di Bildungswerks Niedersachsen.
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