22. Oktober 2025 Lesung/Gespräch Florentine Anders liest aus «Die Allee»

Aufwühlend und Geschichten satt: Über das Bauhaus, den Architekten Henselmann, zwei sich emanzipierende Frauen und die Fallen des Systems

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eva-Mamlok-Bibliothek
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Zeit

22.10.2025, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Stadt / Kommune / Region, Wohnen

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Florentine Anders liest aus «Die Allee»

Da ist der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Idealist Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt und dort in Konkurrenz zu den West-Berlinern um Scharoun & Co. treten soll. Der Berliner Fernsehturm, die Stalinallee, der Leipziger Uniturm sind mit seinem Namen untrennbar verbunden.

Der Preis freilich: Ständig muss er lavieren und manchmal auch zu Kreuze kriechen, um wenigstens die Grundlagen seiner modernistischen Ideen vor den stieseligen Vorstellungen der Politführung zu retten. Und da ist vor allem Henselmanns Frau Isi, hochbegabt, die auch als Architektin arbeiten will, aber mit einer auf acht Kinder anwachsenden Familie zu kämpfen hat, ständig die Scherben aufkehren muss, die ihr Mann hinterlässt, und sich zunehmend selbst emanzipiert. Und da ist die Tochter Isa, die sich der erstickenden Manipulation durch den cholerischen Vater entzieht, um ihren dornigen eigenen Weg in ganz anderen Milieus zu gehen. Und dann auch noch die eng verwandte Familie Robert Havemanns, bei dem Kompromisse wenig zählen und der sich der staatlichen Bevormundung komplett verweigert.

Mit der Autorin Florentine Anders spricht Gesine Lötzsch (ehem. MdB).

Im Rahmen der Foto-Ausstellung «heimweh».

Reihe «Literatursalon» in Kooperation mit der Hermann-Henselmann-Stiftung.

Standort

Kontakt

Michaela Klingberg

Kulturforum, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 160