Beschreibung
Mit Frank Willmann (Autor „Balkanblut“), Barbi Marković (Autorin „Piksi-Buch“) und Clemens Meyer (Schriftsteller)
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit Voland & Quist, dem Scheune e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
Anekdoten aus dem Weltreich des Fußballs gibt es viele – im Fall des sozialistischen Jugoslawien stechen zwei besonders hervor: die These, ein WM-Sieg 1990 hätte den Bürgerkrieg verhindern können, und die Ausschreitungen beim Spiel Dinamo Zagreb gegen Roter Stern Belgrad, die als Vorbote des Zerfalls gelten. Das Spiel wurde nie angepfiffen; Zvonimir Bobans Tritt gegen einen Polizisten wurde zum Symbol des kroatischen Nationalismus, und auch der amtierende serbische Staatspräsident Aleksandar Vučić rühmt sich, damals ebenfalls dabei gewesen zu sein.
Eine zentrale Figur jener Zeit ist Željko „Arkan“ Ražnatović – Hooligan, Krimineller, Kriegsverbrecher und später Fußballfunktionär. Seine Biografie steht exemplarisch für die Verflechtung von Fußball, Gewalt und Macht. In „Balkanblut“ geht es um das Leben und Sterben dieses serbischen Mafiosos und Warlords.
Im „Piksi-Buch“, betitelt nach dem legendären Spielmacher der jugoslawischen Fußballnationalmannschaft, Dragan Stojković, wird weniger der Fußball an sich beleuchtet als vielmehr seine gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen. 2025 wurde es als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet.
Der Schriftsteller Clemens Meyer spricht mit den Autor*innen Frank Willmann („Balkanblut“) und Barbi Marković („Piksi-Buch“) über Fußball, Gewalt, Nationalismus, Jugoslawien und Hoffnung. Meyers letzter Roman „Die Projektoren“ ist ein Parforceritt durch die Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert und erhielt mehrere Buchpreise.
Der Eintritt ist frei. Um eine Voranmeldung über diesen Link wird gebeten.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt
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