Die Pandemie ist vorüber, aber das Virus ist noch da. Trotzdem versuchen die meisten Aufarbeitungen, die Uhren zurückzustellen: die Gefahren für die Gesundheit werden kleingeredet, Schutzmaßnahmen pauschal kritisiert, die Folgen für an Long Covid Erkrankte ignoriert. Die neue Wirklichkeit, in der das Virus weiterhin existiert, aber politisch und gesellschaftlich weitestgehend ignoriert wird, ist auch geprägt von einem erneuten Aufflammen von Behindertenfeindlichkeit und Sozialdarwinismus.
In diesem multidisziplinären Sammelband wird diesem Revisionismus auf den Grund gegangen. Autor*innen und Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Medizin, Evolutionsbiologie, Pflege, Arbeits- und Gesundheitswissenschaften, Gewerkschaftsarbeit, Philosophie, Politikwissenschaften kommen dabei zu Wort. Neben einer kurzen Sozialgeschichte der Pandemie werden auch die kapitalistische Seuchenproduktion, die Rolle des Staates während der Pandemie, die Zustände der Gesundheitssysteme, ideologische Kollateralschäden der Durchseuchung und die mangelnde Versorgung für Long-Covid- und ME/ CFS-Patient*innen behandelt.
Frédéric Valin, geboren 1982 im Allgäu, ist Pfleger, Journalist und Autor von fünf im Verbrecher Verlag erschienenen Büchern, u.a. »Pflegeprotokolle« und »Ein Haus voller Wände«.
Paul Schuberth, geboren 1994 in Oberösterreich, ist ein renommierter österreichischer Pianist und Akkordeonist im Grenzgebiet von Klassik und Jazz. Darüber hinaus hat er zahlreiche Artikel zu Gesundheitspolitik, Erinnerungspolitik und Zeitgeschichte in diversen Publikationen veröffentlicht.
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Dr. Jonas Engelmann
Regionalbüroleiter Rheinland-Pfalz, Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz
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