29. April 2018 Diskussion/Vortrag Dil Leyla – Die Bürgermeisterin

Filmveranstaltung in Anwesenheit der Protagonistin Leyla Imret

Information

Veranstaltungsort

Stadtteilzentrum DESI
Brückenstr. 23
90419 Nürnberg

Zeit

29.04.2018, 12:30 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Migration / Flucht, Krieg / Frieden, Arabischer Naher Osten / Türkei, Türkei

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Dil Leyla – Die Bürgermeisterin

Der Film «Dil Leyla» erzählt die Geschichte der jungen Deutsch-Kurdin Leyla Imret. Leyla, eine junge Frau aus Deutschland, wird mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin der Türkei. 81 Prozent stimmten bei den Wahlen in Cizre für sie, einer Kurdenhochburg an der syrisch-irakischen Grenze. Hier ist Leyla geboren. Als sie fünf Jahre alt war, wurde ihr Vater, ein PKK-Aktivist, bei einem Gefecht mit dem türkischen Militär getötet. Die Familie floh und baute sich in Bremen eine neue Existenz auf.

Nach über 20 Jahren kehrt Leyla in ihre kurdische Heimatstadt zurück. Ihr Ziel ist es, die vom Bürgerkrieg zerstörte Stadt zu sanieren und zu verschönern. Sie ist beliebt unter den Bewohnern und wird als verlorene und wiedergefundene Tochter begrüßt. Doch der Friede ist trügerisch. Als sich die Parlamentswahlen in der Türkei im Juni 2015 ankündigen, spitzt sich die Lage in kurzer Zeit radikal zu. Türkische Soldaten rücken mit schwerem Gerät auf Cizre vor. Leyla holen die Erinnerungen aus ihrer Kindheit ein.
Von Asli Özarslan, D 2016, 71 Min, Sprache: Deutsch, Kurdisch

Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Leyla Imret geben. Während der 79-tägigen Ausgangsperre in Cizre 2015 und 2016 wurden durch die Angriffe türkischen Armee etwa 1200 Häuser zerstört und 179 Menschen getötet. Seit 2015 kann Leyla Imret ihr Amt als Bürgermeisterin nicht mehr ausüben. Sie wurde von der türkischen Regierung abgesetzt und anschließend mehrmals verhaftet. Ende 2017 floh sie letztlich wieder nach Deutschland. Von hier aus hält sie Kontakt nach Cizre und verfolgt den türkischen Angriff auf Afrin.

Es wird ein Buffet geben – Einlass 12:30 Uhr – Filmbeginn 13 Uhr  - Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Bayern/Kurt Eisner Verein und das Bündnis Frieden in Kurdistan/Afrin

 

Standort

Kontakt

Niklas Haupt

Regionalmitarbeiter Bayern (Fürth), Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern/Kurt-Eisner-Verein

Telefon: +49 (0)911 76689900