3. November 2017 Tagung/Konferenz Perspektiven auf den Roten Oktober

Einhundert Jahre Russische Revolution 1917

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

03.11.2017, 19:00 - 05.11.2017, 14:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte

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Perspektiven auf den Roten Oktober

Die Russische Revolution vom Oktober/November 1917 hat nicht nur das 20. Jahrhundert im Allgemeinen, sondern auch die politische Theorie und Praxis der Linken in besonderer Weise nachhaltig geprägt.

Den hundertsten Jahrestag dieser Revolution nimmt die Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Anlass, sowohl die Geschichte wie die Gegenwart dieser Revolution in den Blick zu nehmen. Es sind zu diesem Zweck politische Intellektuelle aus der deutschsprachigen und internationalen Linken eingeladen, einen ebenso fachlich qualifizierten wie perspektivischen Blick auf die weltgeschichtlichen Dimensionen und Folgen des Roten Oktober zu werfen und zu fragen, was dies für heutige politische Diskussionen bedeutet.

Programm

Freitag, 3.11., 19 Uhr: Eröffnung des Kongresses

Das Erbe Lenins: Unausschlagbar, unannehmbar
Podiumsgespräch mit Tariq Ali (London) und Michael Brie (Berlin)
Moderation: Janine Wissler (Frankfurt am Main)

Samstag, 4.11., 10 Uhr: Einlass, Markt der Möglichkeiten

10:30 - 12:30 Uhr

  • Eröffnung: Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Keynote von Jodi Dean (New York): The Red October and the idea of communism yesterday and today
  • Keynote von Boris Kagarlitzki (Moskau): Past and Presence of Revolution in Russia

12:30 - 13:30 Uhr: Mittagspause

13:30 - 15:30 Uhr: Panelblock I

Globale Folgen der Oktoberrevolution

  • David Mayer (Wien): Mächtig marginal: Die Kommunistische Internationale und Lateinamerika
  • Reiner Tosstorff (Mainz): Westeuropa im Schatten der Russischen Revolution
  • Felix Wemheuer (Köln): Eine Alternative zur Nation? Der Einfluss der sowjetischen Nationalitätenpolitik auf den chinesischen Kommunismus
  • Georgi Mamedow (Bischkek): October Revolution in Central Asia: Legacy and Contemporary Politics
  • Moderation: Julia Killet (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Lesarten des Roten Oktober (I)

  • Wladislaw Hedeler (Berlin): Zwischen Demokratie und Revolution: Menschewiki vs. Bolschewiki
  • Uli Schoeler (Berlin): Die österreichischen Sozialdemokraten und die russische Revolution
  • Philippe Kellermann (Berlin): Die internationale anarchistische Bewegung und der Bolschewismus
  • Gisela Notz (Berlin): Die Frauen der russischen Revolution und ihre Impulse für die Feminismen des 20. Jahrhunderts
  • Moderation: Sabine Nuss (Rosa-Luxemburg-Stiftung) 

15:30 - 16 Uhr: Kaffeepause

16 - 17:30 Uhr: Panelblock II

Auf dem Weg zum «Neuen Menschen»?

  • Marcel Bois (Hamburg): Die Kunst der Revolution. Russische Avantgarde im jungen Sowjetstaat
  • Oksana Bulgakowa (Berlin): Filmische Modelle des sowjetischen Menschen in der Avantgarde
  • Ludmila Bulawka (Moskau): The Soviet People: Hero? Übermensch? Party Conformist?
  • Moderation: Marcus Hawel (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Staat und Ökonomie im Übergang

  • Alex Demirovic (Berlin): Demokratie und Räte
  • Dario Azzellini (Ithaca, NY): Bilanz und Perspektiven der Rätediskussion im 20. Jahrhundert
  • Judith Dellheim (Berlin): Über Neue Ökonomische Politik und Commons
  • Moderation: Antonella Muzzupappa (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

18 Uhr: Supper mit Videostatements RR17 around the world

19 Uhr: Preisverleihung des Münzenbergforums

Gewinner des diesjährigen Foto-, Film- und Collagewettbewerbes zum Thema: «Was nützen Ihnen die Tatsachen? Wenn Sie nicht wissen, was sie damit anfangen sollen!»

Sonntag, 5.11., 9:30 Uhr: Einlass

10 - 11:30 Uhr:

  • Keynote von Bini Adamczak (Berlin): Postrevolutionäre Depression und bolschewistische Utopie
  • Keynote von Marcel van der Linden (Amsterdam): Rückblick auf den realen Sozialismus im 20. Jahrhundert

11:30 - 12 Uhr: Kaffeepause mit kleinem Imbiss
  
12:00 – 13:30 Uhr: Panel

Lesarten des Roten Oktober II

  • Renate Hürtgen (Berlin): Die Russische Revolution aus den nach-revolutionären Gesellschaften heraus verstehen
  • Christoph Jünke (Bochum): Die Geburt des sozialistischen Humanismus aus dem Geiste des Antistalinismus
  • Beat Ringger (Berlin): Kann der Mensch überhaupt sozialistisch?
  • Moderation: Ralf Hoffrogge (Bochum)

Unmittelbar im Anschluss: Abschlussdiskussion mit Christoph Jünke und Uwe Sonnenberg

Standort

Kontakt

Dr. Uwe Sonnenberg

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter Revolutionen, Rosa-Luxemburg-Stiftung