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25. Juni 2026: Film : «Jokinen» (2016, 45 min, englisch)

Im Rahmen von "Archeologies of the Communist Avantgarde"

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar
Steubenstraße 6
99423 Weimar

Zeit
25.06.2026, 18:30 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Migration / Flucht, USA / Kanada
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Mit Laura Horelli (Filmmacherin)

In 1931, the so-called Yokinen Trial, organized by the Communist Party of the USA in Harlem, New York, brought the Finnish immigrant August Jokinen to public attention. Jokinen, a janitor at the Finnish Worker’s Club, was accused of not defending three African-American communists who had been mistreated at one of the club’s dances. Following his admittance of guilt, Jokinen became an outspoken civil rights advocate until he was arrested for membership in the Communist Party and subsequently deported to Finland.

Laura Horelli tells Jokinen’s migration tale as a mixture between historical research, detective story, and arts and crafts club. Arranging her archival findings – ranging from newspaper articles to books and historical photographs – on a physical desktop, she constructs a narrative by positioning, highlighting, cutting out, masking, and coloring. Her ‘analogue desktop-documentary’ follows August Jokinen’s public story all the way to the present, to a mailbox message on a Russian mobile phone.


1931 brachte der sogenannte Yokinen-Prozess, organisiert von der Kommunistischen Partei der USA in Harlem, New York, den finnischen Einwanderer August Jokinen in die öffentliche Aufmerksamkeit. Jokinen, ein Hausmeister im finnischen Arbeiterclub, wurde beschuldigt, drei afroamerikanische Kommunist*innen, die bei einer der Tanzveranstaltungen des Clubs schlecht behandelt worden waren, nicht verteidigt zu haben. Nach seinem Geständnis wurde Jokinen zu einem lautstarken Verfechter der Bürgerrechte, bis er wegen Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei verhaftet und anschließend nach Finnland abgeschoben wurde.

Laura Horelli erzählt Jokinens Migrationsgeschichte als Mischung aus historischer Forschung und Detektivgeschichte. Indem sie ihre Archivfunde – von Zeitungsartikeln über Bücher bis hin zu historischen Fotografien – auf einem Schreibtisch anordnet, konstruiert sie eine Erzählung, in der sie positioniert, hervorhebt, ausschneidet, maskiert und färbt. Ihre ‚analoge Desktop-Dokumentation‘ folgt August Jokinens öffentlicher Geschichte bis in die Gegenwart, zu einer Mailbox-Nachricht auf einem russischen Mobiltelefon.

Gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar

 

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Telefon: +49 361 5504115

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