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9. Oktober 2025: Diskussion/Vortrag : Revolution in Deutschland und der Region Braunschweig/Salzgitter 1918-23

Vortrag und Diskussion mit Daniel Kulla (Autor)

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Alte Feuerwache
Wehrstr. 27
38226 Salzgitter-Lebenstedt

Zeit
09.10.2025, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Parteien- / Bewegungsgeschichte
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Revolution in Deutschland und der Region Braunschweig/Salzgitter 1918-23
Bild 183-18594-0045 CC BY-SA 3.0, Bundesarchiv

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im Februar und März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich.

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Salzgitter-Peine zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.

Eintritt frei

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Telefon: +49 511 2790934

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