Beschreibung
Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit der deutschen Novemberrevolution befasst wie der Filmemacher, Drehbuchautor und Schriftsteller Klaus Gietinger. Ergebnis sind ein halbes Dutzend Bücher, die immer neue Aspekte dieses Jahrhundertereignisses erschließen konnten. Doch in seinem Archiv liegen noch viele Schätze. Ein Teil dieser Dokumente geht nun in einen Roman ein, dessen Handlungsstränge vollständig belegbar sind. Erdacht sind nur die beiden Hauptpersonen. Der Autor versteht es, die Geschichte lebendig werden zu lassen.
Der Roman taucht ein ins unruhige Berlin des Jahres 1919, kurz nach der Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs brachte. Der konservative Kriminalkommissar Richard Brinkmann und die mit revolutionären Ideen sympathisierende Kriminalassistentin Cläre Reichelt ermitteln in einem der spektakulärsten Doppelmorde der deutschen Geschichte, dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Bernhard Weiß, liberaler Vizekriminaldirektor, der von Antisemiten als „Isidor" verhöhnt wird, deckt die Recherchen der beiden. Dies obwohl nur die Militärjustiz, im Auftrag der SPD-Regierung, den Fall behandeln soll. Schnell zeigt sich: Dabei wird vertuscht. Brinkmann und Reichelt entdecken schließlich eine heiße Spur ganz nach oben und geraten in den Strudel der aufkommenden Gegenrevolution.
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