Beschreibung
Ausgehend von Videogesprächen mit Protagonist*innen migrantischer Selbstorganisation der 1980er und 1990er Jahre laden wir zu einem Workshop ein, in dem unterschiedlich positionierte Feminist*innen verschiedener Generationen ins Gespräch kommen. Die Gespräche, die im Rahmen des Projekts Ver/sammeln – antirassistischer Kämpfe entstanden sind, geben Einblick in eine vielschichtige Geschichte: in Kongresse, Vernetzungsversuche und die widersprüchlichen Begegnungen zwischen migrantischen Frauen und Queers und Feminist*innen der Mehrheitsgesellschaft. Es sind Geschichten über unterschiedliche Forderungen, Solidarisierungen und über die Bedingungen, unter denen Allianzen entstehen oder ins Stocken geraten.
Wir schauen gemeinsam in die Videogespräche und fragen:
- Was bedeuten diese Kämpfe heute?
- Wo wirken sie nach, wo wurden sie vergessen?
- Und wie lassen sie sich von hier aus fortschreiben?
Der Workshop versteht sich als Einladung, sich zu der Geschichte migrantisch-feministischer Kämpfe in Deutschland in Beziehung zu setzen, und gemeinsam zu erkunden, was wir aus diesen für heute mitnehmen können.
Meryem Choukri, Kulturwissenschaftlerin & Soziologin ist seit Anfang 2026 Kuratorin für Diversität am Altonaer Museum. Promoviert zu widerständigen Archiven von Feminist*innen of Colour und aktiv in verschiedenen antirassistischen und feministischen Zusammenhängen, wie Bündins Kompliz*innen, dem bildungsLab* oder dem Diaspora Salon Hamburg (bis 2023). Mit Fallon T. Cabral Herausgeberin des Sammelbandes „Biting Back. Essen, Diaspora, Widerstand“ (2023).
Efthimia Panagiotidis, Soziologin und seit 2019 Professorin an der HAW Hamburg mit den Schwerpunkten Qualitative Forschung, Rassismus, Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse. Politisch sozialisiert in antirassistischen Zusammenhängen und Mitbegründerin der Genossenschaft fux eG, in der sie sich über zehn Jahre hinweg vor allem für selbstverwaltete Organisations- und Entscheidungsprozesse eingesetzt hat.
Annita Kalpaka war Professorin für Soziale Arbeit an der HAW Hamburg. Sie war lange in der Gemeinwesenarbeit, in antirassistischen und feministischen Netzwerken, in der Migrations- und Rassismusforschung, in der Antidiskriminierungsarbeit und in Hochschuldidaktik und politischer Bildung aktiv und ist weiterhin in diesen Themenbereichen engagiert.
▸Offen für alle, die sich mit feministisch-antirassistischer Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen möchten. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung.
▸Anmeldung bis zum 15.08.2026 per E-Mail an meryem.choukri@am.shmh.de. Auf Grundlage der Anmeldung vergeben wir die Workshopplätze. Die Rückmeldung erfolgt schnellstmöglich nach Anmeldeschluss.
▸Betreff: Anmeldung Workshop Migrantisch-antirassistische Feminismen.
▸Anmeldung gerne mit Namen, Pronomen und der Beantwortung der folgenden Fragen:
- In welchen Kontexten bist du aktiv? Wie positionierst du dich in diesen?
- Was interessiert dich an dem Workshop?
- Was würdest du gerne im Workshop teilen und mitnehmen?
▸Der Workshop ist kostenfrei.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und des Altonaer Museums. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
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Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg
E-Mail: info@rls-hamburg.de
Telefon: 040 28003705