5. Oktober 2017 Film Skulls Of My People

Dokumentarfilm über den Kampf der Herero und Nama um Anerkennung des Genozids und Entschädigung

Information

Veranstaltungsort

Hackesche Höfe Kino
Rosenthaler Straße 40/41/Hof 1
10178 Berlin

Zeit

05.10.2017, 20:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Krieg / Frieden, Südliches Afrika

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Skulls Of My People

Südafrika/Namibia 2016; OF m. dt. UT; 67 min.

Nach einer Besprechung der südafrikanischen Zeitung „Mail & Guardian“ von SKULLS OF MY PEOPLE war es “eine harmlose Frage”, die den südafrikanischen Filmemacher Vincent Moloi auf einen Kampf um Landrechte und Reparationszahlungen im Nachbarland Namibia aufmerksam machte. Er sah ein Foto von einem traditionellen Herero-Kleid und fragte sich, wieso dieses an europäische Moden erinnerte. So stieß er auf die Geschichte des Genozids, bei dem Anfang des 20. Jahrhundert vier von fünf Herero und die Hälfte der Nama unter deutscher Kolonialherrschaft ermordet wurden. Moloi musste feststellen, dass niemand von seinen Freunden jemals davon gehört hatte. Damit stand für ihn fest, dass „diese Geschichte erzählt werden muss”. Acht Jahre lang dokumentierte er die Bemühungen der Herero und Nama, die deutsche Regierung zur Anerkennung der historischen Verbrechen und zu Entschädigungszahlungen zu bewegen, und die namibische Regierung zur Rückgabe des damals gestohlenen Landes, das bis heute mehrheitlich im Besitz weißer Siedler ist.

In Anwesenheit des Regisseurs Vincent Moloi sowie Vertreterinnen der OvaHerero und Nama, Esther Muinjangue und Ida Hoffmann

Vincent Moloi gehört zu den innovativsten und produktivsten Filmemachern Südafrikas. Er ist Produzent und Regisseur von mehr als fünfzig thematisch vielfältigen Dokumentarfilmen und mehr als zehn TV-Serien, darunter THE LAB, SOCIETY 1, SOUL CITY und A PLACE CALLED HOME. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehört der African Trailblazer Award, der ihm beim internationalen Fernsehfestival MIPCOM in Cannes verliehen wurde.

Die Filmaufführung ist eine Kooperation von AfricAvenir, Berlin-Postkolonial, Filminitiativ Köln und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Standort

Kontakt

Andreas Bohne

Referent für Südliches Afrika, Referent und Projektmanager für Politische Vernetzung und überregionale Themenarbeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: 0049 (0)30-44310-461