15. Dezember 2019 Diskussion/Vortrag There is an ‚I‘ in LGBT*IQ

Terminänderung! (ehem. 04.12.)

Information

Veranstaltungsort

Frauenzentrum Weimar
Schopenhauer Str. 21
99423 Weimar

Zeit

15.12.2019, 12:30 - 17:30 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse

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Mit Joris A. Gregor

In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch explizit die politischen Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Inter* zu berücksichtigen. Während sich LGBT*Q auf Geschlechtsidentität oder Sexualität beziehen, ist die wortwörtliche Verhandlungsmasse politischer Auseinandersetzungen um Inter* ihr ohne Einwilligung medizinisch manipulierter Körper. Inter* können lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell, trans[*], genderqueer sein – mit der Diagnose ‚intersexuell‘ hat das jedoch nichts zu tun. Eine einfache Subsumierung von Inter* greift damit zu kurz, die Forderungen von Inter*Aktivist_innen müssen angemessen in queerer Politik berücksichtigt werden.

Im Vortrag möchte ich zuerst noch einmal ins Gedächtnis rufen, was unter Inter* zu verstehen ist und dann auch mit Hilfe von Interviewausschnitten aus meiner Forschung meine Perspektive begründen, dass es wichtig ist, den medikalisierten, durch Pathologisierung und Zurichtung versehrten Körper als wichtiges Moment von Inter*Aktivismus explizit mitzudenken. Im zweiten Teil möchte ich eher Diskussionsimpulse geben als kontroverse Thesen aufstellen. Anhand von Beispielen aus dem Kontext der politischen Bemühungen um den dritten Geschlechtseintrag möchte ich eine Diskussion anregen, wie eine solidarische Zusammenarbeit (noch) besser funktionieren kann.

Dr. Joris A. Gregor arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Jena. Studium der Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Für die Promotion 2014 wurde mit einer Biographieforschung Intergeschlechtlichkeit als bedeutende soziale Kategorie herausgearbeitet und die Rolle des Körpers in feministischer und queerer Theorie reflektiert. Im Anschluss daran beschäftigen Gregor aktuell insbesondere intersektional verschränkte Gehalte des Körperthemas und die Materialität von sexueller Aktivität in intimen Nahbeziehungen.

Gemeinsam mit "Der Laden Weimar e.V."

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