Beschreibung
Der politische Kampf für Sichere Häfen bündelt ganz unterschiedliche migrantische, feministische, religiöse oder gewerkschaftliche Strategien und Motive, in denen sich große Teile der postmigrantischen städtischen Gesellschaft wiedererkennen und zusammenfinden. Wo liegen hier die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Städten und Gemeinden in den USA, Europa und auf dem afrikanischen Kontinent? Wie können wir Städte als Laboratorien einer inklusiven Demokratie jenseits des Nationalstaats stärken, in denen Migration nicht als Sicherheitsproblem, sondern als konstitutives Moment politischer Zugehörigkeit für alle verhandelt wird?
In seinem Buch „Sichere Häfen - Städte als Zuflucht“ zeigt Volker M. Heins, wie in einer Welt, in der Nationalstaaten Fluchtwege schließen und das Asylrecht aushöhlen, Städte zu den entscheidenden Orten von Zuflucht, Demokratie und Freiheit werden. Nicht Staaten, sondern urbane Räume – Städte, Gemeinden, Nachbarschaften – tragen heute das größte Potenzial, Schutz, Teilhabe und ein faktisches Bleiberecht für Geflüchtete und Migrant*innen zu ermöglichen.
Nach einer kurzen Lesung werden Maura Magni vom Netzwerk Moving Cities, in dem 700 europäische Städte sich gegen die nationale Abschottungspolitik organisiert haben, sowie Katalin Gennburg (Die Linke), die seit Jahren erfolgreich feministische Stadtteilpolitik der Alltagsversorgung in Berlin und bundesweit organisiert, mit dem Autor diskutieren.
Moderiert wir das Podium von Anastasia Blinzov, die als politische Bildnerin der Frage nachspürt, wie eine feministische Stadt aussehen kann.
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Kontakt
Dr. Massimo Perinelli
Referent für Migration, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: massimo.perinelli@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310471