Beschreibung
Am 13. November soll Marko Perković „Thompson“ in der Frankfurter Jahrhunderthalle auftreten. Seine Bezüge zur faschistischen Ustaša-Bewegung und zum Gruß „Za dom spremni“ sorgen für heftige Debatten. In Frankfurt wird deshalb auch die Absage des Konzerts gefordert. Gleichzeitig füllt Thompson Stadien und ist in Kroatien und der kroatischen Diaspora enorm populär.
Wer über Thompson spricht, muss über mehr sprechen als über einen Sänger: über die Verbrechen des Ustaša-Regimes, die Kriege der 1990er Jahre und den Umgang mit Geschichte heute. Darüber, wie Nationalismus und Popkultur zusammenwirken – und wie, so die Historikerin Sabina Ferhadbegović, „faschistische Symbole und Traditionen in eine positive nationale Erinnerung“ integriert werden.
Darüber diskutieren:
- Dr. Katarina Damčević, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
- PD Dr. Sabina Ferhadbegović, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
- Dr. Daniela Mehler-Würzbach, Die Linke im Römer
In Kooperation mit der Fraktion DIE LINKE im Römer, Frankfurt/M
Standort
Kontakt
Ercan Ayboğa
Regionalbüroleiter Hessen, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen
E-Mail: Ercan.Ayboga@rosalux.org
Telefon: +49 69 27135977