12. November 2019 Diskussion/Vortrag Globale Arbeit - Globale Kämpfe?

Information

Veranstaltungsort

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V.
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg

Zeit

12.11.2019, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Kapitalismusanalyse, Globalisierung, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Digitaler Wandel

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Globale Arbeit - Globale Kämpfe?

Podiumsdiskussion mit Peter Birke (Lehrstuhl für Soziologie, Georg-August-Universität Göttingen), David Mayer (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien) und Mag Wompel (Journalistin und Industriesoziologin, LabourNet Germany), moderiert von Miriam Gyamfi (Como Consult).

Produkte aus Polen, den USA oder China sind in unserem Alltag selbstverständlich geworden – die positive Folge globaler Wirtschaftsbeziehungen. Jahrhunderte lang konzentrierte sich die internationale Arbeitsteilung ausschließlich auf den Handel mit Waren. Seit Anfang der 1990er hat sich die weltwirtschaftliche Verflechtung stark intensiviert, nicht nur im Warenhandel, sondern auch im Dienstleistungssektor. Auch die Länder des Globalen Südens haben von der Zunahme des Dienstleistungshandels und vom Fortschritt der Technologien profitiert. Andere Auswirkungen dieser Entwicklung werden als weniger positiv wahrgenommen. Wenn Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, die Energiepreise steigen oder Finanzkrisen drohen, löst das Besorgnis aus. Eines ist offensichtlich: Internationale Wirtschaftsbeziehungen sind kein abstrakter ökonomischer oder politischer Gegenstand, sondern haben praktische Bedeutung für das Leben auf der Erde, für Mensch und Umwelt. Während sich die Möglichkeiten zur Kosteneinsparung multinationaler Unternehmen, z.B. durch die Verschiebung von Standorten, vervielfacht haben, so schien es lange, als wenn die der Arbeitenden sich zu wehren schrumpften oder sogar vollständig verschwanden. In vielen Ländern lässt sich jedoch in den letzten Jahren die Herausbildung von Gewerkschaftsverbänden beobachten, die sich als global verstehen und mit grenzüberschreitenden Kampagnen gemeinsam organisiert von Arbeitnehmer*innen, gewerkschaftlichen Organisationen und NGOs international auf sich aufmerksam machen. Was für Arbeitskämpfe werden international geführt, wie erfolgreich sind sie und wie können sich Arbeitende weltweit besser solidarisieren, um gemeinsam gerechtere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen? Welche Schlüsse lassen sich aus der wechselvollen Geschichte grenzüberschreitender Solidarität für die heutige Situation ziehen?

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global. Das 3-jährige W3_Projekt arbeit global beschäftigt sich mit dem Wandel aktueller Arbeitsbedingungen, globalisierten und digitalen Arbeitswelten sowie möglichen Zukunftsentwürfen. Dabei werden auch Formen von Arbeit jenseits von Lohnarbeit in den Blick genommen. Im zweiten Themenblock werfen wir den Blick auf transnationale Arbeitsarrangements, beleuchten Zusammenhänge zwischen Arbeit und Migration und diskutieren über Arbeitskämpfe, die entlang internationaler Produktionslinien und globaler Sorge-Ketten geführt werden. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von Engagement Global mit Mitteln des BMZ, von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, vom Kirchlichen Entwicklungsdienst, von der Landeszentrale für politische Bildung sowie von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

In Kooperation mit der W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung.

Standort

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705