19. Juli 2023 Diskussion/Vortrag FLINTA in der Lehre und Forschung

Ungleichheit an Hochschulen begegnen

Information

Veranstaltungsort

TU München
1.221
Arcisstr. 21
80333 München

Zeit

19.07.2023, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Bildungspolitik

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Durchschnittlich jede vierte Professor*innenstelle ist weiblich besetzt, in MINT-Fächern wie Informatik oder Ingenieurswissenschaften sind es noch weniger. Auch trans und nicht-binäre Personen begegnen auf dem Weg zur Professur vielen Hürden. Dies ist das Ergebnis von struktureller Benachteiligung, von Sexismus, Transfeindlichkeit und patriarchalen Machthierarchien. Hinzukommen weitere Formen der Diskriminierung, wie Klassismus, die Wissenschaftler*innen aus der Arbeiter*innenklasse den Zugang zu wissenschaftlichen Karrieren verwehren.

Die Lösung dieses Problems kann nicht einfach der Ansporn zu mehr Leistung und Durchhaltevermögen ganz nach #GirlBoss-Manier sein, sondern muss im Kontext der gesamten Gesellschaft und Ökonomie, sowie den Intersektionen von Unterdrückungsmechanismen gedacht werden. Wie kann man FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) trotzdem konkret unterstützen und gleichzeitig nachhaltige Veränderungen bewirken? Diese und weitere Fragen wollen wir diskutieren. Es geht in dem Vortrag aber auch um Utopien: Wie würden Hochschulen in einer sozial gerechten Gesellschaft aussehen?

Zur Referent*in:

Dr. Francis Seeck, 1987 in Ostberlin geboren, ist Sozialwissenschaftler*in und Antidiskriminierungstrainer*in. Seeck forscht und lehrt zu Klassismus(kritik), geschlechtlicher Vielfalt und diskriminierungskritischer Sozialer Arbeit. Nach einer Vertretungsprofessur für Soziologie und Sozialarbeitswissenschaft an der Hochschule Neubrandenburg arbeitet Seeck zurzeit als Postdoc an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2020 gab Seeck den Sammelband »Solidarisch gegen Klassismus« mit Brigitte Theißl heraus. 2021 erschien die Studie »Care trans_formieren. Eine ethnographische Studie zu trans und nicht-binärer Sorgearbeit« und 2022 die antiklassistische Streitschrift »Zugang verwehrt«.

Eine Veranstaltung von Assoziation E e.V. (Verein zur Förderung emanzipatorischen Denkens und Handelns) in der Reihe Utopia & Lost Futures in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein und bayerischen Stipendiat*innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Standort

Kontakt

Dr. Julia Killet

Referentin für historisch biografisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung