11. Oktober 2017 Diskussion/Vortrag Arbeit der Zukunft

Industrie 4.0 - Arbeit 4.0 - Gesellschaft 4.0 2/4

Information

Veranstaltungsort

Klub im DGB-Haus HH
Besenbinderhof 62
20097 Hamburg

Zeit

11.10.2017, 18:00 - 21:00 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Staat / Demokratie, Kultur / Medien

Zugeordnete Dateien

Mit Katja Karger, Vorsitzende DGB-Hamburg und Ingo Matuschek, Arbeitssoziologe, Universität Duisburg Essen

DGB und Hans-Böckler-Stiftung haben in einer gemeinsamen Kommission die Arbeit der Zukunft in Deutschland untersucht. Katja Karger stellt den Abschlussbericht vor und diskutiert die Folgen für die Gewerkschaften.

Ingo Matuschek hat eine Literaturstudie zu Industrie 4.0, Arbeit 4.0- Gesellschaft 4.0 für die Rosa-Luxemburg- Stiftung erstellt und bilanziert die Debatte, unter anderem auch im Rückgriff auf aktuelle Forschungsergebnisse zu den Dispositionen Beschäftigter und den Interessenvertretungen.


Mit dem Begriff Industrie 4.0 soll eine gesellschaftliche Entwicklung ausgehend vom Sektor der Produktion beschrieben werden, die tiefgreifende Veränderungen des Arbeitens und Lebens in den Metropolen der kapitalistischen Welt mit sich bringt.
Neben der kritischen Klärung des Begriffs Industrie 4.0, der eine neue Epoche in der industriellen  Entwicklung nach der 1. industriellen Revolution, dem Fordismus und dem Einzug der Digitalisierung beschreibt, ist die neue Qualität dieser Entwicklung in der industriellen Fertigung und im Dienstleistungssektor zu erfassen.
Roboterisierung nicht nur in der Produktion, sondern auch im Alltagsleben durch sich selbst steuernde Fahrzeuge, das Internet der Dinge und die totale Erfassung aller persönlichen Daten können das Leben  von Grund auf verändern.
Ist mit Industrie 4.0 ein neuer Produktivitätsschub möglich, der die Wachstumsschwäche und den Krisenmodus des entwickelten Kapitalismus überwinden kann und dem Bereich der industriellen Produktion gegenüber der „Dienstleistungsgesellschaft“ wieder einen höheren Stellenwert einräumt?
Bietet ein möglicher neuer Schub der Produktivitätsentwicklung Chancen, die Arbeitsbelastung für die  Beschäftigten zu reduzieren und Arbeitszeitverkürzungen zu realisieren?
Entstehen neue Formen von (prekärer) Arbeit (Crowdworking), wird alte Arbeit weg-rationalisiert und bestehende entgrenzt? Welche Folgen hat das für qualifizierte und unqualifizierte Arbeit  und wie reagieren Gewerkschaften darauf?

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. In Kooperation mit DGB-Hamburg

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