18. Juni 2021 Workshop Politische Körperdialoge

Theorie und Praxis politischer Theaterarbeit

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Zeit

18.06.2021, 16:00 - 12.09.2021, 15:00 Uhr

Themenbereiche

Politische Weiterbildung, Praxis politischer Bildung, Praxisreflektionen

Kosten

Normalpreis: 90,00 €
Ermäßigter Preis: 60,00 €
ermöglichend: 30,00 €

Zugeordnete Dateien

Workshop «Politische Körperdialoge – Theorie und Praxis politischer Theaterarbeit»

Eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen findet meist verbal statt. Dabei spielen unsere Körper eine zentrale Rolle bei der (Re-)Produktion & Transformation unterschiedlichster Machtverhältnisse und gesellschaftlicher Strukturen. Daher liegt es nahe, bei der kritischen Analyse und Ansätzen des Widerstands den Körper bewusst mit zu denken und zu nutzen.

In diesem Workshop wollen wir – ausgehend von persönlichen Alltagserfahrungen – eine ganzheitliche (körperliche und geistige) Reflexion gesellschaftlicher Machtverhältnisse vornehmen und begreifen, wie diese auf der Mikro- & Makroebene funktionieren und wirken. Die Methoden, die wir nutzen, dienen nicht nur dazu, gesellschaftliche Missstände zu analysieren, sondern vor allem kreativ und spielerisch zu überlegen, wie wir diese verändern können und wollen.

In zwei Modulen möchten wir in die Methoden des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal (mit Fokus auf Statuen- & Forumtheater) und in die Pädagogik der Unterdrückten nach Paulo Freire einführen. Die Teilnehmer*innen können hier einige Grundlagen dieser Arbeit kennenlernen, die sie in ihrem Alltag & ihrer jeweiligen politischen Bildungspraxis umsetzen können.

In den zwei aufeinander aufbauenden Workshopteilen werden wir uns mit verschiedenen Fragen ganzheitlich auseinandersetzen:

• Wie formt Gesellschaft unsere Körper und wie können wir mechanisierte Bewegungen demechanisieren? (Demechanisierung des Körpers)
• Wie wird das verstanden, was wir ausdrücken? Und wie hängt das mit unserem gesellschaftlichen Kontext zusammen? (Kodieren und Dekodieren).
• Wie können wir ganz konkret Veränderungsschritte in Bewegung bringen? Was braucht es dafür?

Neben der ganzheitlichen Arbeit & Reflektion von Machtverhältnissen wird es auch immer wieder Momente geben, in denen wir in einer begleitenden Vertiefung die Theorie und Philosophie (von Boal und Freire), die hinter den Übungen stecken, beleuchten.

Die in diesem Workshop verhandelten Methoden wurden für die Hinterfragung und Veränderung von Machtverhältnissen aus einer nicht-privilegierten Perspektive entwickelt. Daher laden wir explizit Menschen ein, die selbst Diskriminierungserfahrungen (Sexismus, Rassismus, Transphobie, Ableismus, Klassismus, Adultismus, etc.) gemacht haben. Unser Anspruch ist es, Machtverhältnisse dabei intersektional zu begreifen und mit der Gruppe gemeinsam in Bewegung zu bringen.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an ehrenamtlich oder hauptberuflich tätige politische Bildner*innen und Pädagog*innen. Wir möchten eine heterogene Zielgruppe aus unterschiedlichen (linken) herrschaftskritischen Widerstands- und Befreiungsbewegungen ansprechen.

Termine: Der Workshop gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Module. Interessent*innen sollten unbedingt die Teilnahme an beiden Terminen einplanen. Eine Anmeldung für nur ein Modul ist nicht möglich.

Modul 1:  18.-20.06.2021
Modul 2:  10.-12.09.2021

Voraussichtliche Seminarzeiten sind jeweils Freitag von 16:00-20:30 Uhr, Samstag von 10:00-18:00 Uhr und Sonntag von 10:00-15:00 Uhr.

Trotz – oder gerade wegen der Corona-Situation – möchten wir uns in einem Präsenzformat mit unseren Körpern begegnen. Falls der Junitermin aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann, ist dafür bereits ein Ersatztermin vorgesehen vom 3.-5. Dezember 2021. Bitte haltet Euch auch diesen Termin frei.

Ort: Beide Module werden in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin stattfinden. Die Seminarräumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.

Bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung richten wir uns nach den jeweils geltenden Bestimmungen des Robert-Koch-Instituts. Darüber hinaus planen wir, während der Wochenenden so oft wie möglich rauszugehen und Workshop-Sequenzen auch im Freien durchzuführen.

Leitung: Sebastian Fleary, Aki Krishnamurthy; Politische Bildner*innen und Theaterpädagog*innen - bei unterschiedlichen politischen Bildungs- & Theaterprojekten aktiv

Kosten: 90 Euro/60 Euro ermäßigt/30 Euro ermöglichend

Der Teilnahmebeitrag beinhaltet die Teilnahme an beiden Workshop-Blöcken.

Wichtig: Am Geld wird die Teilnahme nicht scheitern; wer weniger hat, zahlt weniger – bei Fragen und Rücksprachebedarf dazu bitte unbedingt melden! Ggf. anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten können leider nicht übernommen werden.

Anmeldungen bitte bis zum 3. Mai 2021 an weltveraendern@rosalux.org

Wir bitten darum, bei der Anmeldung kurz eigene Positionierungen in Bezug auf Diskriminierungserfahrungen zu benennen sowie die Motivation für die Teilnahme und damit verbundene Wünsche und Erwartungen. Die Angaben werden nur von den Teamer*innen gelesen und vertraulich behandelt.

Bei Bedarf versuchen wir eine Kinderbetreuung zu organisieren – wir bitten um entsprechende Hinweise bei der Anmeldung!

Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt bis zum 12. Mai 2021.

Information & Kontakt:  Claudia de Coster, Tel. 030 44310-141, E-Mail: weltveraendern@rosalux.org

Standort

Kontakt

Claudia de Coster

Referentin für Kritische Politische Bildung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310141