7. Oktober 2021 Diskussion/Vortrag "Arisierung jüdischen Eigentums" in Brandenburg

Vortrag aus Anlass der Ausstellung "Der gelbe Stern" der Friedensbibliothek Berlin

Information

Veranstaltungsort

Evangelische Peter-Paul-Kirche Senftenberg
Kirchplatz
01968 Senftenberg

Zeit

07.10.2021, 17:00 - 19:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus, Kapitalismusanalyse

Zugeordnete Dateien

"Arisierung jüdischen Eigentums" in Brandenburg

Kooperation mit dem Verein für Heimatpflege 1909 Senftenberg und der Evangelischen Kirchengemeinde Senftenberg


Sehr herzlich laden der Verein für Heimatpflege 1909 Senftenberg, die Evangelische Kirchengemeinde Senftenberg und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg zu einer Veranstaltung ein aus Anlass der Ausstellung „Der gelbe Stern“, die die Friedensbibliothek – Antikriegsmuseum Berlin zurzeit in der Evangelischen Peter-Paul-Kirche Senftenberg zeigt.

* Begrüßung: Pfarrer Manfred Schwarz (Evangelische Kirchengemeinde Senftenberg)

* Die Ausstellung "Der gelbe Stern"
Bemerkungen von Jochen Schmidt (Friedensbibliothek - Antikriegsmuseum)

* Die "Arisierung jüdischen Eigentums"
Vortrag von Dr. Monika Nakath (Historikerin, Archivarin)

* Moderation: Cathleen Bürgelt (AG STOLPERSTEINE für Senftenberg)

Zunächst wird JOCHEN SCHMIDT, Mitinitiator und Mitarbeiter der Friedensbibliothek – Antikriegsmuseum, in die Thematik, Konzeption und Entstehung der der Ausstellung „Der gelbe Stern. Bilder und Texte zum Leben und zur Verfolgung jüdischer Menschen in Deutschland 1900 bis 1945“ einführen.

Im Anschluss daran wird sich der Vortrag von Dr. MONIKA NAKATH dem komplexen Thema der „Arisierung jüdischen Eigentums“ widmen. Als zentrales Mittel der Entrechtung von Jüdinnen und Juden galten neben Berufsverboten und steuerlichen Sonderabgaben auch die Konfiszierung von Eigentum jüdischer Emigranten und die Verwertung des letzten Besit-zes der Deportierten. Geschäfte, Gebäude, Grundstücke und Vermögen waren davon ebenso betroffen wie Kunstgegenstände, Hausrat oder die letzten Habseligkeiten. Anhand scheinbar unspektakulärer Akten der Finanzbehörden wird das System der Ausplünderung vorgestellt und auch die Frage behandelt werden, wer von dem Raub profitierte.

Dr. MONIKA NAKATH ist Historikerin und Archivarin und beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der Judenverfolgung. Sie kuratierte während ihrer langjährigen Tätigkeit im Brandenburgischen Landeshauptarchiv auch Ausstellungen, u.a. 2009 „Aktenkundig: ‚Jude!‘. Nationalsozialistische Judenverfolgung in Brandenburg. Vertreibung – Ermordung – Erinnerung“ und begleitete auch die Arbeit der Senftenberger STOLPERSTEIN-Gruppe.

Ab 16 Uhr besteht die Möglichkeit, sich die Ausstellung in der Evangelischen Peter-Paul-Kirche (Kirchplatz, Senftenberg) anzusehen.

Der Eintritt ist frei.


Wir bitten zu beachten, dass wir aus Gründen der Pandemieeindämmung Kontaktdaten erheben und die zum Veranstaltungstag gültigen Auflagen einhalten werden.

Eine Anmeldung ist hilfreich:

* per E-Mail an senftenberg@bbg-rls.de oder

*per Telefon unter 0331 . 817 04 32


Foto: Titelseite des Buches: Monika Nakath (Hg.): Aktenkundig: 'Jude!'. Judenverfolgung in Brandenburg 1933–1945, Berlin: be.bra verlag 2010.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg

Telefon: +49 331 8170432