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30. Januar 2026: Buchvorstellung : Howard Zinn: Eine Geschichte des amerikanischen Volkes

Über Jahrhunderte systematischer Ausbeutung und Unterwerfung

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eva-Mamlok-Bibliothek
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Zeit
30.01.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Andenregion, Brasilien / Paraguay, Mexiko / Mittelamerika / Kuba, Cono Sur, USA / Kanada

Beschreibung

Howard Zinn: Eine Geschichte des amerikanischen Volkes
Foto: Estate of Howard Zinn / März Verlag

Ein Jahr nach der erneuten Machtübernahme von Präsident Trump sind die USA ein gespaltenes Land, geprägt von tiefen Spaltungen. Im letzten Jahr fanden mit den „No Kings“-Protesten die größten Demonstrationen der US-Geschichte statt, zuvor hatte die „Black Lives Matter“-Bewegung die Kontinuität des Rassismus thematisiert. Der Kampf zwischen Links und Rechts, zwischen Oben und Unten in den USA ist jedoch nicht neu. Howard Zinn hat mit „Eine Geschichte des amerikanischen Volkes“ einen radikalen Perspektivenwechsel auf die US-Geschichte ermöglicht. Erzählt wurden nicht mehr die Erfolge der Eroberer, sondern die Verluste und die Gegenwehr der Besiegten und Unterjochten. Nicht im gehobenen Stil der Herrschenden, sondern in der ungeschmückten Sprache der Beherrschten wird hier Geschichte greifbar gemacht. Versklavte Menschen, Schwarze, Native Americans, Menschen aus der Arbeiterklasse und Geflohene und Migrant*innen erhalten endlich das Wort.

Mit diesem Buch prägte Zinn den Begriff der „Geschichte von unten“. Seit der ersten Auflage vor über 40 Jahren ist Zinns unkonventionelle Darstellung der amerikanischen Geschichte von Kolumbus bis zur Ära Clinton weltweit knapp vier Millionen Mal verkauft worden. Rasch entwickelte es sich vom Geheimtipp unter Studierenden zu einem Standardwerk an amerikanischen Schulen und Universitäten. In der einen Hälfte der USA steht das Buch heute auf dem Lehrplan, in der anderen Hälfte ist es aus den Bibliotheken verbannt. Wer sich mit der jahrhundertelangen Geschichte der systematischen Ausbeutung und Unterwerfung auseinandersetzen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Aus dem amerikanischen Englisch von Sonja Bonin und mit einem Vorwort von Norbert Finzsch. Die Neuerscheinung des März-Verlags ermöglicht neue Lesarten des Buches und des aktuellen Kapitels, dass noch geschrieben werden muss.

Es diskutieren:

  • Bafta Sarbo (Redakteurin Jacobin)
  • Loren Balhorn (Chefredakteur Jacobin/Rosa-Luxemburg-Stiftung) 
  • Norbert Finzsch (emeritierter Historiker)

Eine Kooperationsveranstaltung mit Jacobin und dem März Verlag.

Standort

Kontakt

Dr. Uwe Sonnenberg

Referent für Zeitgeschichte und Geschichtspolitik, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 425

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