Die Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften Das Argument geht in neue Folge, mit neuer Herausgeberschaft und neuer Redaktion – nach einem Wechsel über zwei Generationen hinweg. 1959 von Wolfgang Fritz Haug in West-Berlin gegründet, wurde sie bald zu einem der zentralen Organe der westdeutschen Linken. Doch steuerte sie nicht nur zu den Auseinandersetzungen um 1968 entscheidende Impulse bei, auch hielt sie nach dem Kollaps der Sowjetunion, als die meisten ins antikommunistische Lager des «progressiven Neoliberalismus» überwechselten, an ihrem pluralen Marxismus fest.
Mit Heft 344 schließt sich die neue Redaktion an zahlreiche frühere Debatten an. Nach der feindlichen Übernahme auf eigenen Wunsch und dem Trauma der Treuhand wurde die ostdeutsche Erfahrung von der radikalen Rechten instrumentalisiert. Die gesamtdeutsche Rechtsentwicklung wiederum steht in Wechselwirkung mit einer liberalen Regression und Militarisierung. Von den Jahren des «Endes der Geschichte» sind wir inzwischen in einer «Zeit der Monster», der globalen Faschisierung angelangt. Das Argument wird als Zeitschrift des pluralen Marxismus in sich verfinsternden Zeiten also alle Hände voll zu tun haben. Zur Release des ersten Hefts in neuer Folge unter dem Themenschwerpunkt «35 Jahre westdeutsche Einheit: Antikommunismus – Neoliberalismus – Bellizismus» lädt die Redaktion in die Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Podiumsgäste:
- Lukas Meisner (leit. Redakteur Das Argument)
- Mandy Tröger (Institut f. Medienwissenschaften, Uni Tübingen)
- Raul Zelik (Autor)
- Anna Chiara Mezzasalma und Nikita Zagvozdkin (beide Redaktion Das Argument).
Standort
Kontakt
Dr. Mario Candeias
Referent für sozialistische Transformationsforschung, linke Strategien und Parteien, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: mario.candeias@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310179