9. September 2020 Diskussion/Vortrag Dresden im Klimawandel

Wie reagiert die sächsische Landeshauptstadt?

Information

Veranstaltungsort

Quartier22
Bautzner Straße 22
01099 Dresden/Online

Zeit

09.09.2020, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Sozialökologischer Umbau

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Mit Dr. Wolfgang Socher (Amtsleiter Umweltamt Dresden)
Eine gemeinsame Veranstaltung der HdK e.V., Klimawandel in Sachsen, des BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der RLS Sachsen

In ihrer Wirkung dramatische Wetterereignisse wie die Heißzeitepisoden 2019 sowie 2018, die Hitzewellen der Sommer 2006 und 2003, das Junihochwasser 2013 und die Starkniederschlagsereignisse im April 2006 sowie im August 2002 stellen an die Bebauungsstruktur, den Versieglungsgrad, den Vegetationsbestand und die hohe Zahl von Emissionsquellen auch Dresdens besondere Herausforderungen. Genannte Ereignisse sowie der Anstieg der Durchschnittstemperatur für Jahreszeiten und Einzelmonate gegenüber dem langjährigen Mittel nehmen städtische Verantwortungsträger und Bürger*innen insbesondere bezüglich einer Begrenzung des Wärmeinseleffektes mehr denn je in die Pflicht. Starke und Monate andauernde Niederschlagsdefizite in bisher nicht gekannten Ausmaß in den Jahren 2019 und 2018, korrelierend mit teilweisem Wüstenklima sowie ein ungebremster, wahnwitziger Bauboom beispielsweise im Zentrum Dresdens üben einen Existenzdruck auf eine z. T. am Limit befindliche Gehölzflora, auf die Agrarpflanzen und Forstgehölze im Umland sowie die gesamte Flora und Fauna im städtischen Raum aus. Folgt einer umfassenden Mobilisierung gegen ein prognostiziertes Elbehochwasser im Jahre X eine weitere Reduzierung von Grünflächen und Gehölzen?
Seit der politischen Wende verfolgte Konzepte des nachhaltigen Forstumbaus in der Dresdener Heide, Baumpflanzungen im Stadtgebiet Dresdens, die Initiative „Mein Baum – Mein Dresden“ begrenzen den Wärmeinseleffekt der sächsischen Landeshauptstadt! Der Energiemix Dresdens weißt 53,7 Prozent Erneuerbare Energien auf. (DREWAG 2017) Die website der Landeshauptstadt Dresden dokumentiert sechs Maßnahmen zum Klimaschutz, die sich auf die Nutzung nachhaltiger Energieträger und Mobilität beziehen. Doch andererseits wird in Dresden an 2,3 Tagen die Fläche des Alaun-parks umgenutzt bzw. versiegelt, (Quelle: SAXGRÜN 12.2018), liegt dem DREWAG-Strommix ein Anteil von 46,3 Prozent Stromes aus fossilen Quellen zugrunde. (Quelle: DREWAG 2017)

Achtung! Wir werden wieder beginnen, Präsenzveranstaltungen anzubieten. Dazu ist bei den meisten Veranstaltungen aus Platzgründen zwingend eine Anmeldung notwendig. Wir bieten zusätzlich bei diesen Veranstaltungen einen Livestream unter: https://www.facebook.com/rosalux.sachsen/live an. Für diesen benötigen Sie keinen eigenen Zugang bei Facebook.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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RLS Sachsen

Telefon: +49 351 80403 02