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13. November 2025: Diskussion/Vortrag : »Identity is the Crisis«

Klaus Walter und Jonas Engelmann über Punk, Luftwurzeln und jüdische Identitäten

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz
Neckarstraße 27
55118 Mainz

Zeit
13.11.2025, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Jüdische Identitäten und Antisemitimus im Punk“ steht die Beschäftigung mit der jüdisch geprägten Geschichte und Gegenwart von Punk - als Teil von Pop-, Sub- und Gegenkultur - im Kontext einer Suchbewegung nach innovativen Formen der Antisemitismusprävention. Dabei sollen inhaltliche Überschneidungspunkte, Gemeinsamkeiten und Verbindungslinien zwischen Punk und Jüdischkeit identifiziert werden, um daraus Anknüpfungspunkte für neue Ansätze und Strategien der Bekämpfung von Antisemitismus zu entwickeln. Die Beschäftigung mit jüdisch geprägter Punkgeschichte und -gegenwart bietet dabei einen idealen Ansatzpunkt, um dominante Narrative von Jüdinnen und Juden als Opfer zu unterlaufen und diesen starke, subversive jüdische Widerständigkeiten entgegenzusetzen. Die Veranstaltungsreihe mündet in einem im Frühjahr 2026 im „Verbrecher Verlag“ erscheinenden Sammelband, in Herausgeberschaft von Tobias Johann (Leipzig) und Andreas Borsch (Trier).

Am Donnerstag, den 13. November sind auf Einladung der beiden Herausgebenden Klaus Walter (Frankfurt) und Jonas Engelmann (Mainz) zu Gast in Mainz. Der Journalist und Autor Klaus Walter referiert zum Thema „I ́m a jew, fuck you!“ Ohne Holocaust kein Punk?“. Er beschäftigt sich mit  Antisemitismus in der britischen Pop-Linken nach dem 07. Oktober sowie mit identitätspolitischen Implikationen und subversive Irritationsmomenten durch Label wie ‘Jewish Pop’.

Der Rosa-Luxemburg-Stiftung-Mitarbeiter, Literaturwissenschaftler und Verleger des Mainzer Ventil Verlags Jonas Engelmann wird zum »›Identity is the Crisis‹. Auf der Suche nach Luftwurzeln im Jew- und Afro-Punk«.Er schlägt dabei eine (Luft-)Brücke von Richard Hell über Sun Ra bis hin zur Schwarz-jüdischen Reggae-Punkband National Wake aus dem Südafrika der Apartheid und zeigt dabei auf, dass in der Überwindung starrer Identitätskonzepte ein Schlüssel für gemeinsame Kämpfe gegen Rassismus und Antisemitismus liegt.

Im Winter sind weitere Online-Veranstaltungen im Rahmen der Reihe geplant, u.a. mit Vorträgen von Monty Ott, Annica Peter, Tina Sanders und Dr. Alexander Stärck.

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz-Saarland statt.

Standort

Kontakt

Dr. Jonas Engelmann

Regionalbüroleiter Rheinland-Pfalz, Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Telefon: +49 6131 6274703

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