9. Juni 2017 Diskussion/Vortrag Noch freier als frei?

Wenn es um Freihandel geht, gibt es für die EU offenbar keine Grenzen

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

09.06.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Globalisierung, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Afrika, Nordafrika

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Seit 2014 hat die EU Abkommen über Vertiefte und umfassende Freihandelszonen mit Georgien, Moldawien und der Ukraine geschlossen. Während in diesen Fällen die Stoßrichtung gegen Russland mittels einer möglichst engen Bindung dieser Länder an die EU nur allzu deutlich ist, liegen die Absichten der EU bei den Verhandlungen zu solchen Freihandelszonen mit Tunesien und Marokko nicht so offen zutage. Vor dem Hintergrund bereits seit langem gehegter Zweifel an den vorteilhaften Wirkungen von immer mehr Freihandel wächst in letzter Zeit auch die Ablehnung dieser Doktrin in der deutschen Politik. So forderte der Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Gerd Müller (CSU), erst kürzlich erneut die Umwandlung der Welthandelsorganisation von einer «Free Trade» zu einer «Fair Trade» Institution.

Trotzdem drängt die EU weiter auf immer neue und immer «freiere» Handelsabkommen insbesondere mit den südlichen Anrainerstaaten der EU. Aber worin bestehen die absehbaren Folgen für diese Länder? Und was kann gegen diesen fatalen Freihandelswahn getan werden?

Am Beispiel Tunesiens wollen wir darüber diskutieren mit:

  • Fathi Chamkhi (Mitglied des Tunesischen Parlaments für die Volksfrontallianz)
  • Maha Ben Gadha (Mitarbeiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Büro Tunis)
  • Moderation: Arndt Hopfmann (Afrikareferent, Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Standort

Kontakt

Verena Liebel

Projektmanagerin Nordafrika, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 (0)30 44310-512