Beschreibung
30. 000 Deserteure wurden in Deutschland während des 2.Weltkriegs zum Tode verurteilt. Einer von ihnen ist Ludwig Baumann. Er überlebt Todesstrafe, KZ und Ostfront. Aber selbst nach dem Krieg behält die Todesstrafe ihre Gültigkeit. Er kämpft 12 Jahre mit fast übermenschlichen Kräften auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen für die Aufhebung aller Strafen gegen Deserteure. Schließlich ist er erfolgreich: 2002 – fast 60 Jahre nach
Kriegsende – werden die Todesurteile endlich aufgehoben.
Im Film erzählen Ludwig Baumann selbst, sowie die Unterstützerin und Freundin Ursula Prahm, der Historiker Detlef Garbe und die damalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin über ihre Begegnungen und den Kampf Ludwig Baumanns. Der Film gibt Einblick in die Tiefen der Nazi-Militär-Justiz, die ablehnende Haltung gegenüber Deserteuren in der Nachkriegszeit und die Langsamkeit von politischem Wandel, ein Wandel, den es ohne Ludwig Baumann
nicht gegeben hätte. Ein beeindruckendes filmisches Porträt von Ludwig Baumann und ein versöhnlicher und mutmachender Film.
Zu Gast: Annebe Ortlieb (Regisseurin)
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
Der Veranstaltungsort ist räumlich barrierefrei.
Die Veranstaltung wird von Filmriß e.V. in Zusammenarbeit mit dem Antimilitaristischen Projekt Oldenburg (APO) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen durchgeführt.
Teil 1 des 13. Oldenburger Filmtag gegen den Krieg am 2.9.26, „Save Nujin“ über das Gedenken an koreanische "Trostfrauen", an Zwangsprostitution und Vergewatigungen im Krieg, 19:30 Uhr, im PFL, Peterstr.
Standort
Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen
E-Mail: kontakt@rls-nds.de
Telefon: +49 511 2790934