7. September 2020 Bildungsreise Emanzipatorische Kämpfe um Arbeits- und Sozialrechte nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens

Bildungsreise nach Sarajevo, Mostar und Tuzla

Information

Veranstaltungsort

Sarajevo
71000 Sarajevo

Zeit

07.09.2020, 10:00 - 11.09.2020, 18:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Arbeit / Gewerkschaften, Soziale Bewegungen / Organisierung, Demokratischer Sozialismus, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Osteuropa, Europa der Vielen

Zugeordnete Dateien

Nach dem Zerfall Jugoslawiens führte die postsozialistische Transformation zur Privatisierung der selbstverwalteten Betriebe des Landes. Miserable Arbeitsbedingungen, geringere soziale Rechte und Korruption sind die bis heute anhaltenden Folgen. Dagegen formierte sich in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens aber auch Widerstand.

Ein Anwachsen der sozialen Proteste setzte vor allem 2014 ein. In Bosnien und Herzegowina breiteten sich im „Bosnischen Frühling“ 2014 die Proteste über das ganze Land aus. Viele Menschen trugen ihren Unmut auf die Straße, besetzen Plätze, öffentliche Gebäude und Fabriken und forderten mit Nachdruck ihre Rechte ein. Bemerkenswert war dabei, dass es die ersten Proteste seit dem Bosnienkrieg gewesen sind, die nicht nationalistisch waren. Aus den Straßenprotesten entstanden partizipatorische Bürgerplenen, Orte des demokratischen Austausches und des Protestes, in denen vor allem unabhängig von Religion oder Volksgruppe, diskutiert und entschieden wurde.

Auf unserer Reise durch Sarajevo, Tuzla, Banja Luka und Mostar treffen wir Expert*innen und Aktivist*innen von vor Ort. Wir erfahren über die Gründung und Entwicklung des Bürgerplenums in Sarajevo, sprechen u.a. mit den Arbeiter*innen der ehemals besetzten Fabrik Dita in Tuzla und Besuchen das alternative Zentrum OKC Abrašević in Mostar.
 
Seminarleitung: Mara Puškarević


Anmeldeformular und Teilnahmepreis ab Mitte November auf dieser Webseite!

 

Kontakt

Andreas Merkens

Referent für politische Bildung / Studien- und Bildungsreisen, Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003705