25. März 2021 Diskussion/Vortrag Italien nach der Regierungskrise

Ist mit Draghi die Sparpolitik vorbei?

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Veranstaltungsort

Online / Livestream
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Zeit

25.03.2021, 18:00 - 19:00 Uhr

Themenbereiche

Südosteuropa, Gesellschaftstheorie, Wirtschafts- / Sozialpolitik

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Italien nach der Regierungskrise
Cerimonia della Campanella tra Giuseppe Conte e Mario Draghi CC BY-SA 4.0, Andrea Papaccio

Vortrag & Diskussion mit Federico Tomasone (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro Brüssel)

Mitten in der zweiten Welle der Pandemie löste der ex-Regierungschef Matteo Renzi, inzwischen Kopf einer kleinen Parlamentariergruppe namens Italia Viva (IV), eine Regierungskrise der breiten Koalitionsregierung aus Partito Democaratico, 5-Sterne-Bewegung, Italia Viva und Linken (Liberi e Uguali) aus. Deren vorläufiges Resultat ist eine noch breitere Koalition der bisherigen Parlamentsmehrheit unter Einschluss von Salvinis Lega und Berlusconi unter dem ehemaligen EZB-Chef Mario Draghi als Ministerpräsident.

Was war die Ursache hinter der Regierungskrise? Wohin steuert die neue „Expertenregierung“ unter Draghi, nachdem die erste solche „Expertenregierung“ unter Mario Monti, 2011, drastische neoliberale Sparmaßnahmen durchgesetzt hatte? Steht den Italiener*innen ein weiterer Sparkurs bevor oder bestehen auch Chancen auf einen abweichenden Ausweg aus der Krise? Wie wird sich das politische Kräfteverhältnis entwickeln, nachdem nun nur die äußerste parlamentarische Rechte – die neofaschistischen Fratelli d’Italia (FdI) – alleine auf der Oppositionsbank geblieben sind? Wie ist die Lage der gesellschaftlichen und der parlamentarischen (Rest-)Linken in dieser Krisensituation?

Über diese Fragen wollen wir am 25. März online mit Federico Tomasone sprechen. Diese Veranstaltung willl  für ein deutschsprachiges Publikum versuchen zumindest ein bisschen Licht ins Gewirr der italienischen Tagespolitik zu bringen. Nach einem ca. 30-minütigen moderierten Gespräch wird es genügend Raum für Fragen geben.

Federico Tomasone ist Projektmanager bei der Rosa Luxemburg Stiftung in Brüssel. Er war viele Jahre in den italienischen sozialen Bewegungen aktiv.

Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Büro Brüssel der Rosa Luxemburg Stiftung

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: +49 711 99797090