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13. April 2026: Seminar : „Die Waffen nieder!“ – Feministische Positionen gegen Krieg und Militarismus

Lesekreis in der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Seminarraum 4
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
13.04.2026, 17:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Geschlechterverhältnisse, Krieg / Frieden
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Ab Januar 2026 lädt die Bundeswehr junge Menschen zur Musterung vor – für Männer verpflichtend, für Frauen als Einladung zum Dienst an der Waffe. „Demokratie“ habe nun mal diesen Preis. Beim Militär, so das Versprechen, sind alle Geschlechter an Rechten gleich – zumindest, wenn sie „ihren Mann stehen“. Diskutiert wird über Rüstungsausgaben und Waffenexporte sowie über kriegstüchtige Krankenhäuser und Schulen.

Was würde Clara Zetkin wohl zu all dem sagen? Sie erhob vor dem Ersten Weltkrieg, bis zum Schluss und längst auf verlorenem Posten, gegen Kriegskredite die Stimme.

Oder Bertha von Suttner? Ihr Buch „Die Waffen nieder!“ erschien 1889 und galt als wichtigstes Werk der Antikriegsliteratur.

In der öffentlichen Wahrnehmung werden Frieden von Männern geschlossen, die einen Vertrag unterzeichnen und einander die Hand schütteln. Frauen dagegen kommen als Opfer vor, tapfer halten sie die Stellung hinter der Front, zu ihrem „Schutz“ werden „gerechte“ Kriege geführt. Was hat es auf sich mit diesen alten und neuen Bildern und Anordnungen von Geschlechtern im Krieg? Und was unterscheidet eigentlich Frieden vom Krieg aus feministischer Sicht?

In diesem Lesekreis gehen wir auf Spurensuche nach feministischen Positionen gegen Krieg und Militarismus, damals wie heute. Texte von Nira Yuval-Davis („Militär, Krieg und Geschlechterverhältnisse“, in: Christine Eifler, Ruth Seifert (Hrsg.): Soziale Konstruktionen – Militär und Geschlechterverhältnis, 1999) und Sybil Oldfield („Frauen gegen den Krieg“, 1992) nutzen wir dabei als Wegweiser.

Arbeitsweise: Der Lesekreis ist kein Buch-Club, sondern eher ein Seminar: Unsere Treffen bauen aufeinander auf und die Teilnahme an nur einem Termin ist wenig sinnvoll. Wir lesen gemeinsam und übersetzen in eigene Worte (close reading), sammeln Fragen und tauschen uns aus. Es gibt keinen in Stein gemeißelten Plan. Von Treffen zu Treffen folgen wir unserer Neugier, nehmen uns die Zeit, die es braucht, und machen "Umwege" über andere Texte. Texte werden kostenfrei gestellt. Alle Geschlechter sind willkommen. Einzige Voraussetzung ist Verbindlichkeit in Sachen An- und Abmeldung.

Seminarleitung: Lena Schuhknecht

Anmeldung: per E-mail an feministischerLesekreisBerlin@web.de

Termine 2026:
17 – 20 Uhr
Montags, zweiwöchentlich
Erster Termin: 13.4.2026; letzter Termin 28.9.2026

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Katharina Pühl

Referentin für feministische Gesellschafts- und Kapitalismusanalyse und sozialistische Transformationsforschung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310472

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