30. Oktober 2021 Film Kolumbien zwischen Macht und Aufbruch

Vorführung der Dokumentarserie «Matarife» und Diskussion mit dem kolumbianischen Produzenten Daniel Mendoza

Information

Veranstaltungsort

Kino Central
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin

Zeit

30.10.2021, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung, Mexiko / Mittelamerika / Kuba, Partizipation / Bürgerrechte

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Kolumbien zwischen Macht und Aufbruch

Mit: Daniel Mendoza, kolumbianischer Journalist, Dokumentarfilmer und Anwalt

Kolumbien erlebt in den letzten Monaten einen der größten sozialen Aufstände seit Jahrzehnten – für ein Leben in Würde und gegen die staatliche und paramilitärische Gewalt. Die rechte Regierung geht dabei äußerst repressiv gegen die Protestbewegung vor. Oppositionelle werden verschleppt, getötet oder ins Exil vertrieben. Einer von ihnen ist der Journalist und Dokumentarfilmer Daniel Mendoza.

2020 musste Mendoza wegen seiner Internet-Doku-Serie «Matarife» (Der Präsident als Schlächter) nach Europa fliehen. Die Serie dokumentiert die kriminellen Verstrickungen der kolumbianischen Regierungen mit dem Drogenhandel und den Paramilitärs. Im Fokus steht der Anführer der Regierungspartei und prominenteste Vertreter der Rechten: der Ex-Präsident Álvaro Uribe. Die Serie entlarvt ihn als Schlüsselfigur hinter den Menschenrechtsverbrechen der letzten drei Jahrzehnte.

Obwohl dies ein offenes Geheimnis war, waren die Machtstränge rund um Uribe in den Leitmedien immer ein Tabu. Die starke Kritik der Opfer konnte sich kaum Gehör verschaffen. Die Online-Serie brach mit diesem Tabu und schlug mit Aufruf-Rekorden ein wie eine Bombe. Seither erhält Mendoza Todesdrohungen. Er steht exemplarisch für die Zensur der kolumbianischen alternativen Medien und für eine wachsende Opposition, die wider aller Einschüchterung das Schweigen über die Verbrechen der Eliten des Landes bricht.

Auf seiner Rundreise durch Deutschland macht Mendoza nun Station in Berlin. Im Rahmen der Veranstaltung werden Teile der Serie gezeigt. Im Anschluss diskutieren wir mit Daniel Mendoza über die Situation in Kolumbien zwischen der Gewalt von oben und einem sozialen Aufbruch von unten für Frieden und Gerechtigkeit.

Serienfolgen auf Spanisch mit englischen Untertiteln. Die Diskussion mit Daniel Mendoza wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Eintritt frei – Spenden zur Unterstützung der Arbeit von Daniel Mendoza als Menschenrechtsanwalt sind erwünscht!

Es gilt die Corona-3G-Regelung. Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt muss entweder einen negativen Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen.

 

Standort

Kontakt

Lotta Ramhorst

Referentin für Klima, Projektmanagerin Andenländer, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 542