Beschreibung
Mileis Argentinien als Versuchslabor der Ultrarechten:
Buchvorstellung „Freiheit für wen?“ und Gespräch zur politischen Realität in Argentinien
Ende 2023 übernahm Javier Milei die Präsidentschaft in Argentinien. Aus Parlamentswahlen im Herbst 2025 ging er, flankiert von der US-Regierung, gestärkt hervor. Auch international heißt es über den selbsternannten Anarchokapitalisten oft, er bringe Argentinien nach Jahrzehnten der Misswirtschaft wieder auf Vordermann. Doch woraus besteht sein ultraliberales Schockprogramm? Wer profitiert von, wer leidet unter der Rosskur? Welchen Schaden nimmt die Demokratie? Ist die Kettensäge Ausdruck einer international erstarkenden Ultrarechten in einer Welt des Umbruchs? Und: Wie steht es um den Widerstand in einem Land, das sich einer rebellischen Tradition rühmt? Wir wollen dazu das im April 2026 erscheinende Buch von Frederic Schnatterer vorstellen und diskutieren.
Mit:
Frederic Schnatterer, studierte Spanisch, Geschichte und Lateinamerikastudien in Berlin und Buenos Aires. Später als Redakteur tätig, heute freier Journalist und Autor zwischen Berlin, Madrid und Buenos Aires. Für das Buch sprach er mit Expert*innen, Politiker*innen, Aktivist*nnen und Journalist*innen, war auf Demonstrationen, in Suppenküchen oder bei Militärparaden. Er besuchte Lithium- und Kupferminen, das Öl- und Gasfeld Vaca Muerta und Wahlkampfveranstaltungen. Seine Analyse gibt, journalistisch aufbereitet, Hinweise darauf, welche Lehren aus dem Projekt Milei zu ziehen sind. Hier geht es zum Buch.
Paula Sabatés ist Journalistin und arbeitet für Printmedien wie Página/12, das Radio und das Fernsehen. Außerdem ist sie in der Pressegewerkschaft SIPREBA aktiv.
Torge Löding leitet seit September 2022 das RLS-Regionalbüro „Cono Sur“ in Buenos Aires. Er moderiert die Veranstaltung, berichtet von der Arbeit der Stiftung in einer polarisierten Gesellschaft und der Suche nach einer politischen Alternative.
Eine Veranstaltung der RLS.SH in Kooperation mit der Soligruppe Lateinamerika Kiel