Hier dürfen nur Menschen ohne Pass einreisen.
Mit dieser paradoxen Ankündigung beginnt Anna Seghers’ phantastische Erzählung «Reise ins Elfte Reich». Eine Gruppe Staatenloser gelangt nach langer, mühsamer Suche in ein geheimnisvolles Land, in dem scheinbar alles auf den Kopf gestellt ist. Sie erleben eine politische und soziale Realität mit seltsamen Bräuchen, bizarren bürokratischen Verfahren und einer Hochzeitsfeier der besonderen Art.
Anna Seghers schrieb diesen von ihr als Fragment bezeichneten Text 1938 im Pariser Exil und veröffentlichte ihn 1939 in Die neue Weltbühne – erschienen in Paris, London und Zürich. Zu ihrem 125. Geburtstag führen ihn Studierende der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch als szenische Lesung auf: «Eine kafkaeske Parabel über Exil, Staatenlosigkeit und die Absurdität politischer Grenzen – poetisch, verstörend und hochaktuell.»
Mit den Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch: Mina Halide Guschke, Linus Hüsam
Einrichtung: Zoe Straub, Lara Pohlers
Einführung: Holger Teschke
Standort
Kontakt
Michaela Klingberg
Kulturforum, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: michaela.klingberg@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310 160