24. März 2017 Workshop «Kann es denn rassistisch sein, wenn ich es nicht rassistisch meine?»

Praxisworkshop: Rassismus erkennen und rassistische Strukturen transformieren

Information

Veranstaltungsort

"Wir AG"
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden

Zeit

24.03.2017, 17:00 - 26.03.2017, 13:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Kosten

Normalpreis: 50,00 €
Ermäßigter Preis: 30,00 €
ermöglichend: 15,00 €

Zugeordnete Dateien

«Kann es denn rassistisch sein, wenn ich es nicht rassistisch meine?»
Wenn in Deutschland von Rassismus die Rede ist, scheinen viele Menschen sofort zu wissen, was gemeint ist: Rassismus ist eine aggressive Tat Einzelner oder von Gruppen am rechten Rand der Gesellschaft. Viele Diskussionen der letzten Jahre um Rassismus in deutschen Theatern, Rassismus in Kinderbüchern, Rassismus von „ganz normalen Bürgern“ gegenüber geflüchteten Menschen stoßen u.a. deshalb häufig auf viel Widerstand, weil genau von diesem Verständnis von Rassismus ausgegangen wird. Es herrscht ein großes Unwissen über die Kulturgeschichte rassistischer Wahrnehmungsmuster und ihres Einflusses auf die Gegenwart. Rassismus wird deshalb häufig nicht erkannt, er ist zu sehr Teil der Normalität: Dass Deutsche weiß sein müssen, um „wirklich“ deutsch zu sein, scheint, um nur ein Beispiel zu nennen, „irgendwie selbstverständlich“. Der Praxisworkshop richtet sich an (politisch aktive) Menschen, die sich als Angehörige der weißen Dominanzgesellschaft die Frage stellen, wann sie eigentlich selber - ohne dies zu wollen - in rassistische Gedanken- und Handlungsmuster verstrickt sind und/oder von strukturellem Rassismus (zum Beispiel in Institutionen) profitieren und wie sinnvolle Schritte im Handeln gegen Rassismus aussehen könnten. Das Seminar ist auch offen für Menschen, die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen und diese Erfahrungen besser erkennen und einordnen sowie selbstbewusster mit ihnen umgehen wollen. Generell sind Menschen angesprochen, die sich erstmalig bewusst im Rahmen eines Seminars mit Rassismus in seiner Alltäglichkeit und Normalität auseinandersetzen wollen oder die in dieser Auseinandersetzung eher am Anfang stehen. Wir arbeiten mit einer Vielfalt von Methoden (u.a. Biografiearbeit, Input zur Geschichte rassistischer Wahrnehmungsmuster, Medienanalysen, Achtsamkeitsübungen), die neben dem intellektuellen Verstehen auch emotionale, körperbezogene Entwicklungsprozesse anstoßen. Wir möchten so der Tatsache gerecht werden, dass die Auseinandersetzung mit Rassismus nicht beim Verstehen aufhört, sondern von vielen Emotionen begleitet wird, die sie fördern aber auch hemmen können. Termine: Freitag 17-20 Uhr, Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 10-14 Uhr Leitung: Manjiri Palicha, Woman of Colour, Trainerin für Deutsch als Fremdsprache, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität zu Berlin und Expertin in Intercultural Education (M.A.), Schwerpunkt Identität, Zugehörigkeit und Migration. André Vollrath, weiß positioniert, Trainer für Social Justice und Diversity mit dem Schwerpunkt Rassismus/„Critical Whiteness“, Schauspiel und Regie in den freien Performancekollektiven „Fräulein Bernd“ und „meet MIMOSA“ Während des Seminars ist eine Versorgung mit Getränken, Obst und Gebäck vorgesehen, die Mittagsversorgung ist selbst zu organisieren. Ggf. anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten können nicht übernommen werden. Anmeldung: dresden@rosalux-sachsen.de Information & Kontakt: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Büro Dresden, Tel. 0351-8040302, E-Mail: dresden@rosalux-sachsen.de

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