18. Dezember 2018 Tagung/Konferenz «Haben wir Forderungen zu unterbreiten»

Aufbrüche und Widersprüche eines Revolutionsparlaments

Information

Veranstaltungsort

Podewil
Klosterstr. 68-74
10179 Berlin

Zeit

18.12.2018, 11:00 - 19:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Parteien- / Bewegungsgeschichte, Revolutionen100

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«Haben wir Forderungen zu unterbreiten»
Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte im preußischen Abgeordnetenhaus in Berlin, 16 - 20.12.1918. Ansprache von Richard Müller, Mitglied des Vollzugsrates, bei der Eröffnung. CC BY-SA 3.0, Bundesarchiv, Bild 146-1972-038-36 / Sennecke, Rob

Vom 16. bis 20. Dezember 1918 kamen im Berliner Abgeordnetenhaus Arbeiter- und Soldatenräte aus ganz Deutschland zu einem Kongress zusammen. Mit ihrem Beschluss, Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung abzuhalten, ebneten sie den Weg zur parlamentarischen Demokratie. Daneben aber fassten die Delegierten noch eine Reihe weiterer wichtiger Beschlüsse. So sprach sich eine große Mehrheit für eine grundlegende Demokratisierung des Militärs aus und forderte eine Sozialisierung aller dafür als «reif» befundenen Industriezweige. Diese heute meist vergessenen Beschlüsse setzten Signale für eine weitergehende Umwälzung der Gesellschaft. Die Zusammensetzung und Beschlüsse des Rätekongresses im Dezember 1918 sind aber auch Ausdruck einer widersprüchlichen revolutionären Bewegung. Die Vergangenheit wirft Schlaglichter auf die Gegenwart.

Auf der Tagung soll es nicht nur um die historische Einordnung der damals gefassten Beschlüsse gehen, sondern auch um die Frage, wie aktuell sie nach einhundert Jahren noch sind. Wie würden sie heute formuliert werden? Was müsste zusätzlich in den Blick genommen werden?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit: August-Bebel-Institut, Gedenkort Friedhof der Märzgefallenen, Münzenbergforum Berlin und Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Die Tagung ist Teil des von der Kulturprojekte Berlin GmbH veranstalteten Themenwinters «100 Jahre Revolution Berlin 1918/19».
 

Programm:

11 – 11:15 Uhr:  Eröffnung/Begrüßung

  • Moritz van Dülmen (Kulturprojekte Berlin)
  • Uwe Sonnenberg (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

11:15 – 11:45 Uhr: Einführungsvortrag

  • Rüdiger Hachtmann (ZZF Potsdam)

12:00 – 13:30 Uhr: 1. Sektion: Waffen für die Republik

  • Szenische Einführung: Kirschendieb & Perlensucher
  • Vor 100 Jahren: Joachim Käppner (Süddeutsche Zeitung)
  • Heute: Ingar Solty (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Moderation: Dietmar Lange (Friedhof der Märzgefallenen)

13:30 – 14:15 Uhr: Mittagspause

14:15 – 15:45 Uhr: 2. Sektion: Reif für die Sozialisierung

  • Szenische Einführung: Kirschendieb & Perlensucher
  • Vor 100 Jahren: Lothar Wenzel (IG Metall)
  • Heute: N.N. (Dragoner-Areal)
  • Moderation: Renate Hürtgen (Historikerin, Berlin)

15:45 – 16 Uhr: Kaffeepause

16:00 – 17:30 Uhr: 3. Sektion: Demokratie in der Transformation

  • Szenische Einführung: Kirschendieb & Perlensucher
  • Vor 100 Jahren: Johanna Strunge (Universität Göttingen)
  • Heute: Miguel Sanz Alcántara (15M, Madrid/Berlin)
  • Moderation: Reinhard Wenzel (August-Bebel-Institut)

17:30 – 17:45 Uhr: Kaffeepause

17:45 – 19:00 Uhr: Abschlusspodium:
Nur Erinnerung? Zur Gegenwart von Demokratie- und Revolutionsgeschichte

  • Stefan Müller (Friedrich-Ebert-Stiftung)
  • Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Moderation: Cornelia Siebeck (Historikerin, Berlin)

Standort

Kontakt

Dr. Uwe Sonnenberg

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter Revolutionen, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 425