28. Januar 2020 Ausstellung/Kultur „Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale“

Ausstellungseröffnung

Information

Veranstaltungsort

Rathaus Rostock
Neuer Markt 1a
18055 Rostock

Zeit

28.01.2020, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte

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Vom 28. Januar bis 14. Februar zeigt die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Ausstellung "Schicksal Treuhand - Treuhand Schicksale" in Rostock.

Zur Eröffnung am 28. Januar 18 Uhr laden wir herzlich zur Teilnahme in das Rathaus Rostock ein. Es sprechen Dagmar Enkelmann (Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Christa Luft (Wirtschaftsministerin in der Modrow Regierung) und Zeitzeug*innen.

Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung. 

9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche? 

Davon erzählt die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt in der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Sie waren zur Wendezeit beispielsweise Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode oder Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide oder Sicherheitsinspektor im Braunkohlenkombinat Lauchhammer.

Als lebensgroße Porträts treten sie den Besucher*innen in der Ausstellung buchstäblich auf Augenhöhe gegenüber und berichten von ihren Erfahrungen. Über QR-Code können kurze Sequenzen aus ihren Erzählungen angehört werden, in denen sich die damalige Stimmungslage auch heute noch widerspiegelt.

Die Wanderausstellung ist vom 28. Januar bis zum 14. Februar in Rostock zu sehen. Vom 28.1. bis 2.2. im Rathaus Rostock, danach ziehen wir um und sind vom 4.2. bis 14.2. in der Societät Rostock maritim zu sehen.
Mehr zur Ausstellung: https://www.rosalux.de/dossiers/1989-aufbruch-ins-ungewisse/schicksal-treuhand-treuhand-schicksale/

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

Telefon: (0)381 4900450