Beschreibung
In Europa findet seit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2014 ein Krieg statt, der über acht Jahre lang in Deutschland nur auf Desinteresse traf. Seit der vollumfänglichen Invasion, die am 24. Februar 2022 begann, reiht sich jener Krieg in die Kontinuität russischer Aggression gegen den Westen, den Imperialismus an sich sowie den russischen Neokolonialismus ein.
Doch trotz der immensen Gefahr, die von Russland ausgeht, trotz der internationalen Involviertheit und trotz der deutschen Mitschuld am Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung, reden deutsche Linke entweder uninformiert oder gar nicht über jenen Krieg. Wir wollen dem entgegentreten, Vorurteile abbauen (bspw. was es mit dem ominösen Asov-Bataillon auf sich hat) und nachskizzieren, wieso und wann Russland die Ukraine überfiel, welche Kriege Russland außerhalb der Ukraine und außerhalb Europas mitverantwortet - und zuallerletzt, und allerdringlichst: Was wir als Linke zum Frieden beitragen können. Eines vorweg: Die Waffen abzulegen und sich Russland zu ergeben, ist keine Lösung.
Wir schauen die anarchistische Gruppe "Radical Aid Force" an und reden darüber, wie linksradikale, selbstorganisierte Hilfe sowohl an der Front als auch bei der Zivilbevölkerung ankommen kann.
Vortrag von Evelyn Deller.
Evelyn Deller studiert in Münster. Sie ist in Deutschland aufgewachsene jüdische Ukrainierin. Sie arbeitet als Referentin und politische Bildnerin zu den Themen "russischer Angriffskrieg" und "Antisemitismus"; und ist stellvertretende Vorsitzende des Jüdischen Studierendenverbandes NRW.
In Kooperation mit Kulturzentrum Pavillon, Moderation Tara Falsafi, Mitarbeiterin für Gesellschaft & Politik des Kulturzentrum Pavillon.
Der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.
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