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18. Juni 2026: Diskussion/Vortrag : Der verdrängte Jahrestag: 85 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion

Rosa-Luxemburg-Club Heilbronn

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Soziales Zentrum Käthe
Wollhausstraße 49
74072 Heilbronn

Zeit
18.06.2026, 19:30 - 22:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Referent: Der Historiker und Slawist Reinhard Lauterbach verfolgt als Journalist („Junge Welt“, „konkret“) seit vielen Jahren mit in alle Richtungen kritischer Distanz die Ereignisse in Osteuropa.

Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, begann mit dem Überfall Hitler-Deutschlands („Unternehmen Barbarossa“) der Krieg gegen die Sowjetunion. Der „Blitzkrieg“ sollte Hitlers strategischen Hauptfeind, die Sowjetunion („jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“) unterwerfen und bis zum Ural Deutschland untertan machen. Das scheiterte schon im Dezember 1941 vor Moskau. Als er im Mai 1945 endete, hatte die Sowjetunion 27 Millionen Tote aus allen Teilrepubliken zu beklagen, davon 14 Millionen Zivilisten. Auf deutscher Seite starben knapp vier Millionen Wehrmachtssoldaten. Allein die Blockade Leningrads kostete zwei Millionen Menschen das Leben. Drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene starben in deutschen Lagern an Hunger und Ausbeutung.
In der offiziellen Gedenkkultur der Bundesrepublik Deutschland führte und führt die Erinnerung an den 22. Juni 1941 im Vergleich zu anderen Gedenktagen ein Schattendasein. Seit dem Ende der Entspannung mit Russland passt die Erinnerung erst recht nicht in die „Zeitenwende“.
In seinem Vortrag befasst sich der Referent Reinhard Lauterbach zunächst mit der systematischen ideologischen und politischen Vorbereitung des deutschen Feldzuges. Weitere Themen sind die unterschiedlichen identitätsstiftenden Gedenkkulturen in den verschiedenen Ländern der Region, die aktuellen Kontroversen über Instrumentalisierung der Geschichte oder „Geschichtsrevisionismus“, über den Anteil der Sowjetunion am Sieg über den Hitler-Faschismus und die Frage nach Kontinuitäten und Brüchen Deutschlands im Verhältnis zu Russland.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: +49 711 99797090

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