Zum Hauptinhalt springen

15. April 2026: Diskussion/Vortrag : Kaffee statt Koks

Solidarische Wirtschaft als Gegenmodell zur Drogenökonomie - der Kampf indigener Gemeinden in Kolumbien und die Rolle der Konsumländer

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eva-Mamlok-Bibliothek
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
15.04.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Andenregion, Partizipation / Bürgerrechte
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Kaffee statt Koks
Demonstration der indigenen Bewegung des Cauca Foto: Ani Diesselmann

Die indigenen Gemeinden im Südwesten Kolumbiens – organisiert im Indigenen Regionalrat des Cauca (CRIC) – kämpfen seit Jahrzehnten gemeinsam für ihr Land, ihre Selbstbestimmung und ihre kollektiven Rechte. Sie sind zu einer zentralen Stimme für den Frieden geworden. Gleichzeitig sind die Bewohner*innen vieler Gemeinden von eskalierender Gewalt, bewaffneten Gruppen und der Drogenwirtschaft bedroht. Immer mehr Kleinbäuer*innen setzen auf zivilen Widerstand und begegnen der Gewalt mit genossenschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die das Gemeinwesen stärken.

Wie ist das Leben im Cauca mit dem internationalen Drogenhandel und der deutschen Drogenpolitik verknüpft? Wie hängt unser Kaffeekonsum mit der Produktion von Kokain in Kolumbien zusammen? Was sind solidarische und transnationale Antworten auf illegale Ökonomien und ihre Gewalt?

Nini Daza, Oberste Rätin des CRIC, und Manuel Bustos von der indigenen Kaffeekooperative CENCOIC sprechen über ihre politisch-aktivistische und genossenschaftliche Arbeit im Cauca. Vertreterinnen aus dem Andenbüro in Quito der Rosa Luxemburg Stiftung und des Kaffeekollektivs Aroma Zapatista, das den Kaffee der CENCOIC in Deutschland vertreibt, geben Einblicke in die Rolle Deutschlands und den Welthandel.

Die Rundreise wird organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und lokalen Bündnispartner*innen.

An allen Veranstaltungsorten findet eine Simultanverdolmetschung (Spanisch - Deutsch) statt.

Weitere Informationen zum CRIC und den indigenen Gemeinden des Cauca: www.cauca-indigena.de

Mitwirkende:

  • Nini Jhoanna Daza ist in der Amtsperiode 2025-27 Mitglied der neunköpfigen Consejería Mayor des Indigenen Regionalrats des Cauca (CRIC). Als einzige Frau in diesem obersten Gremium des CRIC ist sie zuständig für die Themen Frauen- und Jugendorganisierung, den Selbstschutzprozess Guardia Indígena, die eigene Rechtsprechung sowie die "Pläne des Lebens", die gemeinsam erarbeiteten Zukunftspläne der Gemeinden. Sie kommt aus dem indigenen Selbstverwaltungsgebiet La Concepción, in dem sie sechs Jahre lang als Gouverneurin und Rätin tätig war. Ihre Familie baut Kaffee an.
  • Manuel Bustos ist Agraringenieur und Koordinator der Abteilung Eigene Wirtschaft in der Indigene Zentralkooperative des Cauca (CENCOIC). Darüber hinaus ist er Mitarbeiter von Ermes Pete, indigener Parlamentsabgeordneter und Teil der Koalition „Pacto Historico“ des aktuellen Präsidenten Gustavo Petro.
  • Belén Cevallos kommt aus Ecuador und arbeitet im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Quito. Sie hat Kommunikations- und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Gender studiert.
  • Karin Gabbert leitet das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Quito/Ecuador, von wo aus auch die Arbeit in Kolumbien, Venezuela und Bolivien geleitet wird. Sie ist Soziologin.
  • Martin Mäusezahl arbeitet im Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, das solidarischen Kaffeehandel mit der zapatistischen Bewegung aus Mexiko und der indigenen Bewegung des Cauca/Kolumbien betreibt.

Alle Veranstaltungen:

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Eva Grotenhuis

Projektmanagerin Lateinamerika und Westasien, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 437

Ähnliche Veranstaltungen

Kaffee statt Koks, 17 April 2026

: Diskussion/Vortrag

Hannover18:00 Uhr

Solidarische Wirtschaft für Frieden und gegen Drogenhandel

Indigener Widerstand in Cauca/Kolumbien, 18 April 2026

: Diskussion/Vortrag

Frankfurt16:00 Uhr

Kaffeeproduktion und solidarischer Handel als Alternative zur illegalen Kokainwirtschaft

über:morgen – the world transformed, 19 Juni 2026 - 21 Juni 2026

: Tagung/Konferenz

Potsdam

Internationales Festival für Politik, Bildung und Kultur