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16. Januar 2026: Tagung/Konferenz : Perspektive Westsahara

50 Jahre saharauischer Widerstand und der Kampf um Selbstbestimmung

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Collegium Academicum eV.
Mendelejewplatz 1
69126 Heidelberg

Zeit
16.01.2026, 19:00 - 18.01.2026, 17:00 Uhr
Themenbereiche
Migration / Flucht
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Mit der Konferenz möchten wir einen Lern-, Begegnungs- und Aktionsraum öffnen, um auf die Besatzung der Westsahara, den sahrauischen Widerstand und den Kampf um Unabhängigkeit und Selbstbestimmung aufmerksam zu machen und den Diskurs anzuregen. Wir möchten mit- und voneinander lernen und gemeinsam einen Ort schaffen, an dem sich Menschen aus verschiedenen linken Kontexten, der sahrauischen Community und Diaspora, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und institutionelle Akteur*innen vernetzen können. Wir wollen gemeinsame Perspektiven entwickeln und Impulse zur Frage setzen, was wir hier und jetzt tun können, um solidarische Netzwerke aufzubauen und zu stärken. Wir möchten laut werden – für Menschenrechte, Selbstbestimmung und ein Leben in Freiheit – ohne Besatzung und Ausbeutung, für ein Leben in Würde und für eine befreite unabhängige Westsahara.


Anmeldung unter: https://collegiumacademicum.de/westsahara/
Der Eintritt ist auf solidarischer Spendenbasis. Empfohlen wird ein Betrag zwischen 0 und 30 €.


PROGRAMM


Freitag, 16.01.2026


19:00 Kurzfilm-Premiere und Ankommen
Premiere der Kurzdoku „Land Of The Three Teas“ der Fotografin Maria Klenner ein, die sich dokumentarisch mit der Westsahara und den Camps in Algerien befasst. Beim anschließenden Essen gibt es die Möglichkeit, mit Maria ins Gespräch zu kommen.


Samstag, 17.01.


8:00 – 9:00 Gemeinsames Frühstück in der Aula


9:30 – 11:00 Lesung aus dem Comic «Genug gewartet» mit Autor*in und Zeichner*in Fine
Die Lesung ist begleitet von einer Tee-Zeremonie und bietet einen inhaltlichen Einstieg in die Themen des Wochenendes. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit einem*er Vertreter*in der saharauischen Diaspora.


11:30 – 13:00 Perspektive Widerstand: Paneldiskussion
Der Widerstand der Saharauis ist vielfältig, andauernd und überall – ob in den besetzten Gebieten, den Camps oder in der Diaspora. Im Rahmen einer Paneldiskussion werden Stimmen aus verschiedenen Geografien des saharauischen Widerstands ihre Perspektiven teilen.


13:00 – 14:00 Mittagessen


14:30 – 15:30 Ressourcen und Handel
Warum ist die Westsahara so wichtig für Marokko? Wie profitieren Europa und Deutschland von der Besatzung? In einem Input von Western Sahara Ressource Watch geht es um die illegale Ressourcenausbeutung in der besetzten Westsahara, und die internationalen Handelsbeziehungen sowie um die Verstrickungen deutscher Unternehmen in die Besatzung.

15:30 – 16:00 Kaffeepause


16:00 – 17:00 Workshop-Phase
In der Workshop-Phase soll es verschiedene Angebote geben, um ganz konkret aktiv zu werden, Vernetzungsräume aufzubauen oder die Verbindung zu anderen Freiheitskämpfen zu beleuchten. Mehr Informationen zu den geplanten Workshops folgen.

17:30 – 18:30 Zine Lesung
Im Zine «WIDERWORTE» verweben sich sahrauische Stimmen aus den besetzten Gebieten, den Flüchtlingscamps und der europäischen Diaspora zu einer gemeinsamen Gegenerzählung. Mit einer kurzen Lesung und anschließendem Austausch mit einer der Autorinnen runden wir den Tag inhaltlich ab.

18:30 – 20:00 Gemeinsames Abendessen

20:00 – 21:30 Podiumsdiskussion: Internationale Verantwortung
Was ist die Rolle Deutschlands, der EU und der UN in Bezug auf die Westsahara? Wo liegt die Verantwortung? Wir wollen mit Politiker*innen, die in verschiedenen Institutionen zu dem Thema arbeiten über diese Fragen diskutieren und vor allem auch fragen: Was muss sich ändern in der Politik, um eine befreite Westsahara zu erreichen?

21:30 – open end: Ausklang mit Musik


Sonntag, 18.01.


08:00 – 10:00 gemeinsames Frühstück


10:00 – 11:30 Austausch Panel zum Leben in den Camps
Seit 50 Jahren lebt ein großer Teil der Saharauis in den Camps in der Wüste Algeriens. Wie gestaltet sich die Lebensrealität vor Ort? Was ist die Rolle der Frauen im Aufbau und der Verwaltung? Warum ist Klimagerechtigkeit ein zentraler Begriff im Saharauischen Widerstand? Im gemeinsamen Austausch werden uns saharauische Aktivist*innen aus den Camps berichten und diese Fragen erörtern.

11:30 – 13:00 Die Rolle der Medien – Ein Einblick
Von der marokkanischen Medienblockade über die mangelhafte internationale und deutsche Berichterstattung bis zur Selbstermächtigung saharauischer Medien aus den besetzten Gebieten, den Camps und der Diaspora, zieht sich die Rolle der Medien durch alle Ebenen des Widerstands und der Besatzung. Wir werden zu verschiedenen Aspekten Einblicke und Inputs bekommen mit der Möglichkeit, sich anschließend über die Rolle der deutschen Medien auszutauschen.

Ab 13:00 Gemeinsames Mittagessen und offizielles Ende
Nach einem vollen und dichten Wochenende schließen wir mit einem gemeinsamen Essen. Hier gibt es nochmal Raum für offenen Austausch.

Nachmittags (Uhrzeit folgt): Gemeinsamer Protest

Veranstalter: Perspektive Widerstand

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: +49 711 99797090

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