17. August 2022 Buchvorstellung Buchpremiere: «Arbeit, Dienst und Führung»

Die Deutschen und ihre Arbeit: Lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes

Information

Veranstaltungsort

Buchladen Schwarze Risse, Im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin

Zeit

17.08.2022, 20:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Arbeit / Gewerkschaften

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Nikolas Lelle stellt im Gespräch mit Helen Thein sein Buch «Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe» vor. 

Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band «‹Deutsche Arbeit›. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild» heraus.

Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch soll eine Arbeit sein, die der Volksgemeinschaft dient. Unter Verweis auf «deutsche Arbeit» begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung. «Arbeit, Dienst und Führung» rekonstruiert diese Geschichte und analysiert dieses Selbstbild.

Dabei wird der Blick auch ins «Innere» der deutschen Volksgemeinschaft geworfen. Denn hier hat der Nationalsozialismus Formen von Menschenführung entwickelt, die in Managementkonzepten der deutschen Nachkriegsgeschichte fortlebten.

Eine Veranstaltung des Verbrecher-Verlages in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Standort

Kontakt

Anika Taschke

Referentin Neonazismus und Strukturen / Ideologien der Ungleichwertigkeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 3044 310 151