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15. September 2025: online: Buchvorstellung : «Das laute Berlin – Deutsche Wohnen & Co enteignen und die Mietenbewegung»

«linksbündig»-Buchpremiere. Katalin Gennburg, Andrej Holm und Patricia Machmutoff im Gespräch mit Ralf Hoffrogge

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Mathilde-Jacob-Saal
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Zeit
15.09.2025, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Commons / Soziale Infrastruktur, Stadt / Kommune / Region, Wohnen, Online-Veranstaltung, linksbündig

Beschreibung

«Das laute Berlin – Deutsche Wohnen & Co enteignen und die Mietenbewegung»
Foto Hoffrogge: Georg Kurz

In mehr als 15 Jahren Kampf stoppte die Berliner Mietenbewegung Privatisierungen, setzte die Rekommunalisierung zehntausender Wohnungen durch und gewann Mehrheiten für die Vergesellschaftung der Wohnkonzerne. Doch die Mietpreisexplosion konnte die Bewegung bisher nicht stoppen, sondern nur bremsen. Die Mietpreisspirale begann mit der Finanzkrise 2008, als globale Finanzinvestoren die bisher kleinteiligen Wohnungsmärkte Deutschlands entdeckten. Doch die Zentralisierung des Immobilienkapitals erlaubte auch eine Bündelung des Widerstandes: Mit den neu entstandenen börsennotierten Vermietern hatten hunderttausende Mieter*innen denselben Gegner.

Ralf Hoffrogge:
Das laute Berlin
Deutsche Wohnen & Co enteignen und die Wiederkehr der Vergesellschaftung.
Erscheint am 15.9.2025

Die junge Berliner Mietenbewegung wusste dies zu nutzen. Sie organisierte aus kleinen Nachbarschaftsinitiativen große Bündnisse, ruinierte mit geschickter Medienarbeit das Image der Wohnkonzerne und trieb den Berliner Senat mit zwei Volksentscheiden vor sich her. Einer davon erregte unter der Losung «Deutsche Wohnen & Co Enteignen» weltweit Aufsehen, ist jedoch bis heute nicht umgesetzt. Doch ein Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl 2026 kann die Wohnungsfrage nicht länger ignoriert werden. Vergesellschaftung, aber auch die Regulierung des Wohnungsmarktes liegen wieder auf dem Tisch.

Zeit für einen Rückblick auf die letzten 15 Jahre Mietenprotest in der Hauptstadt: Was wurde erreicht was muss noch kommen? Was bedeutet das Berliner Beispiel für andere Städte? Jenseits von Wohnen und Miete verweist der Kampf um Vergesellschaftung auf eine Gretchenfrage linker Politik: Wie können soziale Bewegungen mitten im Rechtsruck ihre Kämpfe gewinnen?

Mit dem Autor Ralf Hoffrogge diskutieren Andrej Holm (Stadtsoziologe), Katalin Gennburg (Bundestagsabgeordnete, Die Linke), es moderiert Patricia Machmutoff (Deutsche Wohnen & Co. Enteignen).

Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung erforderlich, s.o.

Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen.

In Kooperation mit dem Brumaire-Verlag.

Standort

Kontakt

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